Tag Archive for 'Heidi Urbahn de Jauregui'

Zu Heidi Urbahn de Jauregui

Wir veröffentlichen hier eine persönliche Stellungnahme unseres Verlegers André Thiele zu den Vorwürfen von Heidi Urbahn de Jauregui gegen ihn in der Tageszeitung »junge Welt«:

Das ist so und damit muß man leben

Heidi Urbahn de Jauregui, eine hochgeschätzte Autorin meines Verlages, die mehrfach Beiträge zum bisher von mir herausgegebenen Hacks-Journal ARGOS geleistet hat, zuletzt im sechsten Band, hat heute in der Zeitung junge Welt einen Aufsatz unter dem Titel »Seltsame Freunde. Peter Hacks und der ‘falsche Anhang’« veröffentlicht, in dem sie mich ob meiner Äußerungen zum Werk des Dichters in die Nähe von Nazis rückt.

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Das Banale hat Hausverbot

In der Tageszeitung junge Welt melden sich Constanze und Dr. Dieter Kraft zu Wort, sie Pfarrerin zu Berlin, er Herausgeber der Zeitschrift Topos. Beide feiern den heutigen 70. Geburtstag der Hacks-Kennerin Prof. Dr. Heidi Urbahn de Jauregui mit überschwenglichen Worten:

Wenn sie ihre Texte vorträgt, wird es im Publikum hörbar still, denn selten übergreifen sich Inhalt und Form so apart wie bei dieser deutschen Französin, die als französische Deutsche sich selber zu übergreifen scheint. Dialektik ist da bereits biographisch angelegt. Und nur im Dialektischen scheint Schönheit wahrhaft auf. In ihm hat das Banale Hausverbot, die Dummheit ohnehin.

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Die Fliege am Bett des kranken Mannes

dichterliebeDer SWR2 bespricht von Heidi Urbahn de Jauregui den Roman Dichterliebe, der von der Liebe zwischen dem todkranken Heinrich Heine und einer Frau, die er „Mouche“ nennt, zu Deutsch „Fliege“. Dahinter verbirgt sich die 1825 in einem sächsischen Dorf Geborene Johanna Christina Müller, die sich später Emilie Adolphine Elise Krinitz nennt.

„An Heines Bett wird sie zur Person der Literaturgeschichte“, konstatiert Immo Sennewald, der Autor des Features.

Sie liest ihm vor, schreibt Briefe, übersetzt, da sie besser Französisch spricht als Heine, versucht sich sogar an französischen Nachtdichtungen seiner Verse, vertraut ihm eine erste Novelle an. Der Dichter schreibt ihr:

„Ich liebe Dich sehr und denke viel an Dich, du Süßeste. Die Novelle hat mich gar nicht ennuyiert und gibt gute Hoffnung für die Zukunft. Du bist nicht so dumm wie Du aussiehst, zierlich bist du über alle Maßen, und daran erfreut sich mein Sinn.“

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