Archive für 'Veranstaltungen'

Programm der Hacks-Soirée in Leipzig

Heute abend treffen wir uns im Rahmen von „Leipzig liest“ um 19:30 Uhr zur Peter-Hacks-Soirée. Alle Hacks-Freunde sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Eine Gruppe von Hacks-Kennern wird aus Werken vom und zum Dichter vortragen, für musikalische Begleitung ist gesorgt. Die Gelehrte Heidi Urbahn de Jauregui aus Montpellier wird anwesend sein und lesen.

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Buchvorstellung: „Berlinische Dramaturgie“

Ronald Weber
Vorstellung der Berlinischen Dramaturgie im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Tatsächlich im allerletzten Moment trafen die fünf Bände der „Berlinischen Dramaturgie“ am gestrigen Donnerstagabend im Leipziger Centraltheater zur Buchpräsentation ein. Ein offensichtlich glücklicher Matthias Oehme, Chef des neu gegründeten Aurora Verlages, überreichte den beiden Herausgebern Thomas Keck und Jens Mehrle die druckfrischen Bände. Peter Hacks, seit 1972 Mitglied der Akademie der Künste der DDR, initierte und leitete dort von 1972 bis 1978 sowie 1988 bis 1990 drei Arbeitsgemeinschaften. Während die beiden ersten AGs („Dramatik“ und „Ästhetik“) das Bemühen um Verständigung unter Kollegen über dramatischen Aufbau, dramatische Sprache und Gattungsfragen zeigen, versammelte die letzte AG, die den an Gustav Freytag angelehnten Namen „Technik des Dramas“ trug, vor allem jüngere Dramatiker, denen Hacks, unangefochten als Leiter der Sitzungen, seine an Hegel angelehnte Auffassung von Dramatik nahe zu bringen suchte. Die Protokolle der drei AGs finden sich nun mit umfangreichem Kommentar sowie Personen- und Sachregister in den fünf Bänden, denen die Herausgeber den schönen und anspruchsvollen Namen „Berlinische Dramaturgie“ gegeben haben.

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Leipzig: Aurora tritt an

Der Hacks-Fachverlag Aurora Verlag gibt bekannt:

Erstmals präsentiert sich der vor kurzem gegründete Aurora Verlag mit seinen Neuerscheinungen auf der Leipziger Buchmesse einer breiten Öffentlichkeit. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, Sie auf eine Veranstaltung hinzuweisen, die in diesem Rahmen in Leipzig stattfinden wird.

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Peter Hacks Soirée

Wir möchten auf das Programm des VAT Verlag André Thiele anlässlich des 82. Geburtstages von Peter Hacks am kommenden Sonntag hinweisen:

Am Samstagabend lädt der Verlag um 19:30 Uhr zur Hacks-Soirée. Kenner und Freunde des Dichters lesen bei freiem Eintritt Texte vom und zum Dichter. Es besteht Gelegenheit zum angeregten Gespräch über Hacks und das Programm des Verlages. Treffpunkt ist das Restaurant „Ofenrohr“ in Leipzig-Gohlis.

Am Sonntag liest die Hacks-Vertraute Heidi Urbahn de Jauregui um 10:30 Uhr auf der Leipziger Buchmesse aus Ihrem Essay „Peter Hacks und die Frauen“ und diskutiert ihre Thesen mit Felix Bartels und André Thiele.

Alle Freunde des Dichters sind herzlich eingeladen!

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Vorbei und nicht vergessen

Wir stolpern über dies:

Vorbei und nicht vergessen. Über die Literatur der DDR

Die DDR beschäftigt uns weiterhin mittels ihrer zurückgelassenen Kunst. Was immer man ihr, mit Fug oder Unfug, vorwerfen mag, an einer Erkenntnis kommen Übel- wie Wohlgesinnte nicht vorbei: dass sie eine Kunst hervorgebracht hat, die ihresgleichen sucht. Hierbei geht es um Kunst im Sinne von Dauer. Die Liste derer, die die DDR uns hinterlassen hat, ist kurz, aber bedeutend. Zu nennen sind zum Beispiel Peter Hacks, Heiner Müller, der erst noch zu entdeckende Alfred Matusche, der eben gestorbene Jochen Berg. Diskussion / Vortrag mit: André Thiele

Termin: 23.03.10, 19:30Uhr, Ort: Buchladen Bücherkiste, Bismarckstr. 3, 57076 Siegen, Nordrhein-Westfalen Kontakt: RLS Nordrhein-Westfalen, Tel:0203 3177392 Besonderheiten: In Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Siegen, Links im Dialog und Linke Liste Siegen

Rosa-Luxemburg-Club Siegen, Links im Dialog und Linke Liste Siegen - und Thiele behauptet von sich, er sei kein Linker. Na dann!

Sozialistisch-Märchenhaftes in Bremen

Mehr und mehr werden die Kleinbühnen in Deutschland zu den zentralen Trägern der Theaterkultur. Kein Wunder, müssen sie doch in der Hauptsache von den verkauften Karten leben und spüren sehr genau, was gutes Theater ist und was nicht.  Da ist wenig Raum für Illusionen. Ein gutes Beispiel ist das Concordia in Bremen.

Man geht Risiken ein und bringt Heiner Müller - und Peter Hacks.

Der Schuhu, ein hochintelligenter Vogelmensch, erlebt auf seinen Reisen durch die Welt viel Furchtbares: angstgesteuertes Duckmäusertum der Untertanen, absurd-menschenverachtende Eitelkeit der Herrschenden, Engstirnigkeit der Gelehrten. Krieg verheert das Land, Not und Leiden allerorten. Kein Mensch kann dem Elend entrinnen, nur der Schuhu als Mensch der Zukunft durchschaut die Ränke der Obrigkeit und überwindet das Übel. Schließlich trifft er die flatterhaft-liebliche fliegende Prinzessin, eine schicksalshafte Begegnung – bis auch sie den süßen Versuchungen des imperialistischen Großkapitalismus erliegt und der Schuhu seine Reise allein fortsetzt. Doch was wäre ein Märchen ohne Happy End?

Premiere ist am 18. März um 19:30 Uhr. Am 12. März findet um 19:30 Uhr eine öffentliche Probe statt. Am 13. März lädt das Theater um 19:30 Uhr zu einer Soirée: Der Regisseur Patrick Schimanski, der Literaturwissenschaftler Thomas Irmer und der Verleger André Thiele werden versuchen, in freier Diskussion zu dem Stück hinzuleiten.

Vorschusslorbeeren für „Der Geldgott“

„Eine intelligente Betrachtung der Gegenwart auf der Bühne“, meint die Die Ostsee-Zeitung meint über die Inszenierung des Hacks-Stücks „Der Geldgott“ von Jürgen Kern.

Als er dem Intendanten im Oktober seine Zusage gab, das vergnügliche Gegenwartsstück zu inszenieren, wusste er noch nicht, „dass es wahnsinnig schwer wird“. „Weil Hacks sehr intelligente, aber nicht umgangssprachliche Texte mit Bezüglichkeiten und Anspielungen schreibt“, nennt Kern einen Aspekt der Herausforderung für Schauspieler und Regisseur. Hinzu kommt, dass die Mimen – Eleven im 4. Jahr – mit goldenen und andersfarbigen Masken auf der Bühne stehen. „Für den Betrachter erhöht das den Schauwert, für die Darsteller war es eine weitere Herausforderung. Das macht es aber so reizvoll“, findet Kern.

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Gespräche der Peter-Hacks-Gesellschaft

Die Peter-Hacks-Gesellschaft startet im Herbst 2009 die Veranstaltungsreihe Hacks-Gespräche. Karl-Heinz Müller, ehemaliger Chefdramaturg am Deutschen Theater in Berlin, empfängt im Max-Lingner-Haus in Berlin-Pankow Gäste. Wir dokumentieren hier die Abende und ggf. Pressereaktionen:

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„Der Himmel ist voll Dampf” zum 6. Todestag

Der 6. Todestag von Peter Hacks am 28. August 2009 wirft seine bunten Schatten voraus: Am kommenden Freitag werden Marco Tschirpke (voc) und Wae Jane Chen (piano) die schönsten Gedichte ihres Leib- und Magendichters in vertonter Form auf die Kleinkunstbühne des Zebrano-Theaters in Berlin bringen. Und wie wir den Erfinder der ‘Lapsuslieder’ kennen, wird es auch diesmal nicht ohne seinen feinen Humor abgehen.

DER HIMMEL IST VOLL DAMPF - Marco Tschirpke singt Peter Hacks
Zebrano-Theater, Sonntagstraße 8 (S-Ostkreuz) 20:30 Uhr
Karten (€ 13/9) unter Tel. 030-290 494 11
www.zebrano-theater.de
www.tschirpke-singt-hacks.de

Der Verlag Andre Thiele gibt bekannt, dass der Preis der gleichnamigen CD von 14.90 EUR auf 9.90 EUR gesenkt wurde.

Heimat der Musen

Der uns wohlbekannte Projektleiter der Hacks-Enzyklopädie, Felix Bartels, weitet mit Neuestes vom Parnassos die Bloglandschaft aus. In einem der ersten Beiträge für dieses Arbeitsjournal gibt Bartels einen Hinweis auf den ARGOS-Aufsatz „Reichtum und Gleichheit“, den er über das Hacks-Schauspiel „Numa“ verfasst hat.

Uwe Schwentzig schrieb darüber im Neuen Deutschland:

Wer oder was ist „Numa“? Wäre das von Interesse? Und ob. Anhand der Gestalt jenes mythischen König nämlich behandelte Hacks in seinem gleichnamigen Stück von 1971 immerhin die völlig unmythischen Grundfragen der Ära Ulbricht. Beidem gerecht zu werden, unternimmt in .Reichtum und Gleichheit’ Felix Bartels – und gewinnt, während er die Staatsidee von Hacks referiert, fernab wohlfeil gängigen Denunzierens und Moralisierens, mit Kenntnis und Klarheit flugs eine versachlichende Perspektive auf die DDR.

Schwentzig beschreibt treffend die Grundzüge von Bartels’ Arbeit: Seine literaturwissenschaftlichen Betrachtungen haben häufig einen Hang zum Geschichtsphilosophischen. Selbst wenn eine Sache bei ihm Sympathie erweckt, lässt er sich dadurch nicht beeinflussen, sondern bleibt bei der Natur des Gegenstandes. Alles Andere würde auch verwundern. Als Romantiker ist Felix Bartels noch nicht in Erscheinung getreten.

16. Juni, Lesung: Der Schuhu

Im unterfränkischen Marktheidenfeld wird anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Stadtbücherei der Stadtgarten am oberen Mainkai zum Lesegarten geladen.

Mit dabei ist Walter Langohr, der aus seinem Buch „Hurra, wir haben einen Porsche“ liest. Den Porsche bringt der Autor mit: Es ist ein Traktor. Lahngohr liest Geschichten vom Landleben. Bubenstreiche usw., wie es in der Ankündigung heißt. Passend zum kleinen Spessartstädtchen.

Dort wird auch Peter Hacks gelesen: Am 16. Juni, nachmittags um drei Uhr, trägt Peter Fritz aus „Der Schuhu und die fliegende Prinzessin“ vor.

Die Eros-Kämpfer

Der Maler und Graphiker Thomas J. Richter will zeigen, wie lustvoll das Leben nach dem Kapitalismus sein kann. Vor zwei Jahren hat er bereits einen Peter-Hacks-Band mit Liebesgedichten illustriert, der im Eulenspiegel-Verlag erschienen ist. Herausgegeben hat ihn Heike Friauf.

Beide haben ihre Zusammenarbeit für das Buch Eros und Politik fortgesetzt, einem Sammelband mit Texten von Leo Kofler, Peter Hacks und Werner Seppmann. Die junge Welt stellt das Werk in ihrer Wochenendbeilage mit dem Titel gebenden Text von Kofler vor, der Marx’ Menschenbild untersucht. Revolution und die freie Entfaltung von Liebe, Eros und Erotik gehörten zusammen, so wie die Entwicklung der Erotik für die Menschwerdung unverzichtbar gewesen sei:

Das führt zu weitgehenden Konsequenzen. Vor allem zu jener Konsequenz, dass der Lebensgenuss sich nicht ausschließlich auf den Bereich des Sexuellen und seiner Folgen beschränkt, sondern in Formen der Tätigkeit sich ausprägt, die über den Liebesgenuss weit hinausgehen und den flachen Hedonismus überwinden.

Mag die Herausgeberin bei der Textauswahl auch an die vielen Aufgekratzten gedacht haben – jene unentwegt flirtenden Vergnügungssüchtigen, die allabendlich die Straßen, Bars und Cafés bevölkern und in Berlin Prenzlauer Berg am frisch sanierten Haus in der Schönhauser Allee 129 vorbeischwirren, in dem einst Hacks gelebt hat.

Peter Hacks geht in seinem Essay über Pornographie, Kunst und Erotik von der sich in der DDR entwickelnden sozialistischen Gesellschaft aus, in der der Kampf gegen die Entfremdung schon begonnen haben sollte. Der kulturhistorische Essay des Soziologen Werner Seppmann bezieht die unterschiedlichen Entwicklungen in der DDR und der Bundesrepublik ein und charakterisiert die gegenwärtig extreme Beschleunigung der Entfremdungsprozesse.

Heike Friauf präsentiert den Band im Beisein von Thomas J. Richter und Werner Seppmann am Donnerstag, den 4. Juni, um 19 Uhr in der jW-Ladengalerie (Torstr. 6, 10119 Berlin).

Schön wie eine Thomas-Mann-Figur

Matthias Frings zieht mit der Biographie des Hacks-Freundes Ronald M. Schernikau durch die Lande. Über eine Lesung in Marburg schreibt die Oberhessische Presse:

Aus Frings Worten und Tonfall sprachen Begeistuerung und Faszination für den Mann, dem er mit seinem neuen Buch ein Denkmal gesetzt hat: Ronald M. Schernikau.

An die erste Begegnung mit Schernikau kann sich Frings noch genau erinnern: Schön „wie eine Thomas-Mann-Figur“ sei er gewesen und „so fragil wie selbstbewusst mit Augen, die sofort in Bann schlugen“. Das sei lange her, Anfang der 80er Jahre, zu einer Zeit, in der Frings noch “hellgrün hinter den Ohren” war, wie er selbstironisch sagte.

Nächste Lesungen von Frings in Berlin: 5. Mai im taz-Café, Rudi-Dutschke-Str. 23, Beginn: 19.30 Uhr; 7. Mai in der jW-Ladengalerie, Torstr. 6, Beginn: 19 Uhr

Peti, the Vampire Slayer

Dietmar Dath liest, und zwar aus seinem Buch Maschinenwinter. Er tut dies heute, in Berlin, ab 19 Uhr in der Ladengalerie der Tageszeitung junge Welt. Die ist seit Tagen ganz aufgeregt und bringt einen Dath nach dem anderen:

Der 1970 geborene Schriftsteller, Journalist und Übersetzer Dietmar Dath brachte das Kunststück fertig, ein Loblied auf Lenin in jene Zeitung zu setzen, hinter der bekanntlich ein kluger Kopf stecken soll. Im August 2007 war das jedenfalls einmal der Fall, als in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung der umfangreiche Artikel »Lenins Coup« zu lesen war. So kann man Dath als »Vernunftkommunisten« bezeichnen  – der zugleich aber auch die anarchistischen Ideen des Antimarxisten und Antikapitalisten Murray Bookchins in seine Überlegungen für eine Widerstandspraxis einbezieht.

Wenn es “Vernunftkommunisten” gibt, gibt es dann auch “Unvernunftkommunisten”? Sicher, man nennt sie gemeinhin Linke. Jedenfalls, die Aufregung von jW hat uns angesteckt, deswegen schicken wir jemanden hin. Da Hacks in “Maschinenwinter” sehr oft vorkommt, stehen die Chancen gut, dass wir zu berichten haben werden.

P.S. Nein, Dietmar Dath kam nicht auf Hacks zu sprechen. In der Pause verriet er unserem Mitarbeiter aber, dass in seinem neuen Buch (erscheint im Herbst; wenn wir richtig verstanden haben, wird das Buch heißen: Dietmar Dath, “Sämtliche Gedichte (Roman)”) Hacks sehr oft auftauchen wird. Ansonsten: die Veranstaltung war mit ca. 70 Leuten sehr gut besucht, das Publikum war sehr aufmerksam und interessiert, insgesamt eine angenehme Atmosphäre.