Archive für 'ARGOS'

ARGOS als Wegweiser

Das Portal literaturkritik.de bringt eine ausführliche Besprechung des Hacks-Journals ARGOS:

Im Jahr 2008 wurde der 80. Geburtstag und fünfte Todestag des Dichters Peter Hacks begangen. Bei aller medialen Aufmerksamkeit, die Person und Werk angesichts dieser Doppelung erfuhren, stellte sich doch die Frage, ob sich der neue Ruhm des Autors würde festigen können. Ein wichtigen Beitrag dazu leistet die bisher zweimal und zukünftig dreimal jährlich erscheinende Zeitschrift ARGOS, die laut Untertitel „Mitteilungen zu Leben, Werk und Nachwelt des Dichters Peter Hacks“ bringt. [...] Die Hefte 4 und 5 beeindrucken durch die Vielfalt der Beiträge und Positionen. [...] Zudem betreibt ARGOS keine Hagiografie, sondern es werden Grenzen von Hacks’ Weltsicht angesprochen [...]

Der Hacks-Freunden gut bekannte Rezensent Kai Köhler, der leider bei Abgabe seiner Arbeit das letzte, sechste Heft noch nicht zur Hand hatte, kommt zu dem schönen Schluss:

Einmal mehr zeigt sich „ARGOS“ als Wegweiser durch ein bislang weitgehend unerschlossenes Werk.

Wir dürfen uns verstanden fühlen.

Zur Abhängigkeit des Genies von seiner Zeit

Ralf Meyer, seines Zeichens Chefdramaturg am Schauspiel der Stadt Halle, hat an die Redaktion des ARGOS folgenden Leserbrief geschickt:

Der hervorragende Verleger und Essayist André Thiele vertritt in der F.A.Z. vom 12. Juni 2010 die These, Peter Hacks habe die Grundfeste seiner Ästhetik bereits als junger Mann in seiner Münchner Zeit beisammen gehabt. Anlaß für diese Überlegung bietet Thiele ein wieder aufgefundenes Manuskript von 41 Gedichten des jungen Hacks. Nun müßte man, die Richtigkeit dieser Annahme zu belegen, Hacks´ Position erklären, was dem Rahmen eines Zeitungsartikels nicht entspricht. Thiele könnte das, die Zeitung will es nicht. Thiele widerfährt ein Fehler: Er interpretiert die frühen Schriften vom Ende her. Der Hacks-Kenner Thiele findet in den frühen Gedichten, was er aus Hacks´ fünfzehnbändigen „Werken“ weiß!

‘Zur Abhängigkeit des Genies von seiner Zeit’  »

Schwerpunkt: »Die Sorgen und die Macht«

Nach einiger Verspätung ist die neue Ausgabe des Hacks-Journals ARGOS ab sofort lieferbar. Wir dokumentieren hier das Editorial aus diesem Band:

»Aber der Blitz soll mich zersägen, wenn ich begreife, wie das alles so
schnell mit mir bis hierhin gekommen ist.«

1958 begann Peter Hacks mit der Ausarbeitung eines Stücks, das sich mit der Produktion von Waren in der DDR befasst und zu dem Schluss kommt, dass der Sozialismus die Voraussetzungen dafür bietet, einerseits die industrielle Produktivität und dadurch den gesellschaftlichen Wohlstand massiv zu steigern und andererseits die daraus resultierenden politischen, sozialen und privaten Probleme auf hohem Niveau im Sinne von Staat undMenschen zu lösen. »Die Sorgen und die Macht«, aus dem das Eingangszitat stammt, wurde der Theaterskandal der DDR: Die Parteiführung schien nicht hören zu wollen, was ein Dichter aus Westdeutschland ihr zutraute.

‘Schwerpunkt: »Die Sorgen und die Macht«’  »

Herausgeberwechsel

Mit dem für September angekündigten siebten Band des Hacks-Journals ARGOS wird Prof. Dr. Gunther Nickel die Herausgeberschaft des von der Fachwelt als „Archiv der Forschung zu Peter Hacks“ (ZfGerm 3/2008) anerkannten Periodikums übernehmen.

Gunther Nickel ist Hacks-Freunden sowohl durch Beiträge im ARGOS als auch durch seine Teilnahme an der ersten wissenschaftlichen Peter Hacks Tagung im November 2008 in Berlin bekannt. Er war Mitarbeiter an der Edition von Carl von Ossietzkys „Sämmtlichen Schriften“ im Rowohlt Verlag, hat als Herausgeber von Carl Zuckmayers „Geheimreport“ für Furore gesorgt und zusammen mit dem Dramaturgen Alexander Weigel die „Gesammelten Schriften“ des Theaterkritikers Siegfried Jacobsohn ediert. Er ist als Lektor für den Deutschen Literaturfonds in Darmstadt tätig und lehrt Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.

Der Gründer und bisherige Herausgeber, André Thiele, wird sich in Zukunft auf die verlegerische Betreuung des Journals konzentrieren.

‘Herausgeberwechsel’  »