Rainer Neuhaus ist Sozialwissenschaftler. Er betreibt im Auftrag der Voltaire-Stiftung die Webseite Correspondance Voltaire, die sich intensiv und offensiv mit dem französischen Dramatiker beschäftigt. Wir wurden auf die Seite aufmerksam, weil ein Beitrag sich auf Hacks’ Voltaire-Essay „Ödipus Königsmörder” bezog und baten den Verfasser, für das fünfte Heft des ARGOS einen Essay zu Hacks’ Voltaire-Verständnis zu schreiben, der unter dem Titel „Ein konservativer Umstürzler” erscheinen wird. Die dort geäußerten Thesen bewogen uns, Neuhaus’ Gedanken zu Hacks und Voltaire in einem Interview zu vertiefen.
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Sewan Latchinian (*1961) ist Schauspieler, Autor, Regisseur und Intendant. Seit 2004 leitet er die Neue Bühne Senftenberg. Dort hatte im Mai 2009 sein Stück „Eine verbotene Liebe“ Premiere. Bei dem Stück handelt es sich um die Dramatisierung eines Sachbuches von Ettore Ghibellino, in dem materialreich die These vertreten wird, dass nicht die Freifrau Charlotte von Stein die Geliebte von Goethe gewesen sei, sondern vielmehr die Fürstinmutter Anna Amalia selbst.
www.peter-hacks.de Sehr viele Literaturwissenschaftler veröffentlichen jedes Jahr sehr viele Texte zu Dichtern und deren Leben, und alle, oder fast alle, träumen im Stillen davon, dass sie damit einmal doch auf die großen Bühnen kommen. Sie haben die literaturhistorischen Thesen von Ettore Ghibellino genommen, den Traum der Vielen wahr werden lassen und sie auf eine namhafte Bühne gebracht. - Was war der erste Impuls, der Sie für Ghibellinos Buch zu Goethe und Anna Amalia aus der Perspektive des Theatermannes gewonnen hat?



