Die Akademie der Künste in Berlin hat eine komplette Audio-Aufzeichnung der Präsentation der »Berlinischen Dramaturgie« am 19. Oktober online gestellt.
Von 1972 bis 1990 hat sich Peter Hacks regelmäßig mit Künstlerkollegen, Literaturwissenschaftlern und Kulturpolitikern zur Dramatik und Ästhetik in Hinblick auf ihre gesellschaftliche Bedeutsamkeit und Wirkung ausgetauscht. Die Protokolle der 30 Gespräche aus dem Bestand des Historischen Archivs der Akademie der Künste sind im Aurora Verlag erschienen.
Die Dokumentationen von Live-Diskussionen rund um Hacks’ Werk nehmen zu, ein absolut begrüßenswerter Vorgang.
Ronald Weber
Vorstellung der Berlinischen Dramaturgie im Rahmen der Leipziger Buchmesse
Tatsächlich im allerletzten Moment trafen die fünf Bände der „Berlinischen Dramaturgie“ am gestrigen Donnerstagabend im Leipziger Centraltheater zur Buchpräsentation ein. Ein offensichtlich glücklicher Matthias Oehme, Chef des neu gegründeten Aurora Verlages, überreichte den beiden Herausgebern Thomas Keck und Jens Mehrle die druckfrischen Bände. Peter Hacks, seit 1972 Mitglied der Akademie der Künste der DDR, initierte und leitete dort von 1972 bis 1978 sowie 1988 bis 1990 drei Arbeitsgemeinschaften. Während die beiden ersten AGs („Dramatik“ und „Ästhetik“) das Bemühen um Verständigung unter Kollegen über dramatischen Aufbau, dramatische Sprache und Gattungsfragen zeigen, versammelte die letzte AG, die den an Gustav Freytag angelehnten Namen „Technik des Dramas“ trug, vor allem jüngere Dramatiker, denen Hacks, unangefochten als Leiter der Sitzungen, seine an Hegel angelehnte Auffassung von Dramatik nahe zu bringen suchte. Die Protokolle der drei AGs finden sich nun mit umfangreichem Kommentar sowie Personen- und Sachregister in den fünf Bänden, denen die Herausgeber den schönen und anspruchsvollen Namen „Berlinische Dramaturgie“ gegeben haben.
‘Buchvorstellung: „Berlinische Dramaturgie“’ »