Eine ganze Weile ging es auf der offiziellen Website der Peter-Hacks-Gesellschaft e.V. verhältnismäßig ruhig zu. Gerade, als wir begannen, uns Sorgen zu machen, hörten wir auch schon wieder auf - seit kurzem präsentiert sich die Seite im neuen Gewand, wenngleich ein Großteil des Inhalts noch nachgereicht werden muss.
Ein sehr wichtiges Item findet sich dann aber doch, nämlich diese Ankündigung.
Die zweite Tagung zu Leben und Werk von Peter Hacks wird unter dem Motto Gute Leute sind überall gut. Hacks und Brecht am Sonnabend, den 7. November 2009 im Berliner Magnus-Haus am Kupfergraben 7 stattfinden. Die veranstaltende Peter-Hacks-Gesellschaft hat sich für das Thema Hacks und Brecht entschieden, weil es eine ganze Reihe von Grundproblemen ästhetischer, historischer, vor allem auch biographischer Natur berührt, die für die Brechtforschung besser geklärt sein mögen, im Zusammenhang mit Hacks, seinem Werk und dessen Rezeption aber bislang nur sehr unzureichend aufgearbeitet sind.
In der vorbereitenden Diskussion haben sich vier größere, einander durchaus berührende Themenkreise heraus kristallisiert, deren Behandlung besonders viel versprechend scheint:
‘Gute Leute’ »
Wir versammeln hier monatsweise chronologisch kleinere Meldungen mit Bezug zu Hacks.
‘Kurzmeldungen - März 2009′ »
Die Thema-Seite in der heutigen jungen Welt lässt das Herz höher schlagen. Jens Mehrle (den Sie u.a. von der Arbeitsstelle Berlinische Dramaturgie kennen) nimmt sich des Briefwechsels an, dessen Enzensbergersche Hälfte Arnold Schölzel in derselben Ausgabe für unnütz erklärt hat. Eine ausführliche historisch-ästhetische Studie ist das Ergebnis, das kann sich sehen lassen.
‘Jens Mehrle: Die Enzensbergeriade’ »
Arnold Schölzel veröffentlicht in der heutigen Ausgabe der jungen Welt einen Beitrag zum Briefwechsel zwischen Hacks und Enzensberger, der vor kurzem in einer kommentierten Edition in den Berliner Heften erschienen ist. Wir würden Schölzels Text gerne etwas anderes als einen politischen Kommentar nennen, können es aber nicht.
‘Genügsam’ »
Wer hat eigentlich behauptet, daß Jubiläen immer rund sein müssten? Der 177. Todestag Goethes jedenfalls ist dem Neuen Theater Halle Grund genug, eine Matinee am Salzlandtheater Staßfurt zu inszenieren. Und was wird bei einer Goethe-Matinee gegeben? Völlig richtig, nicht etwa Goethe, sondern Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe.
‘Eine Feier im Hause Salzland …’ »
80 ist ohne jeden Zweifel die magische Zahl dieser Tage. Peter Hacks, Heiner Müller, Reiner Kunze und jetzt: Christa Wolf. Wo Geburtstage stattfinden, bleiben die Gratulationen nicht aus, und wenn der gefeierte aus dem Dörfchen DDR stammt, dann passiert dem Gratulanten auch schonmal ein Hacks.
‘Es nimmt kein Ende’ »
Die Mitteldeutsche Zeitung portraitiert in ihrer aktuellen Ausgabe den Bildhauer Rainer Henze. Was der mit Hacks zu schaffen hat? Nichts, aber eben doch genug, um beim Autoren Detlef Färber Assoziationen zu wecken.
‘Kaum vollendungsbedürftig?’ »
Gunther Nickel untersucht in seiner Rezension von Dietmar Daths Roman Für immer in Honig auf literaturkritik.de eine nicht uninteressante Frage: Wie kann jemand, der so nonkonform schreibt, so vehement moderne und postmoderne Ideale der Ästhetik ablehnen und sich stattdessen auf Leute wie, sagen wir, Hacks berufen?
‘Verwunderlich’ »
Rosi Lampe ist nicht nur eine hervorragende und angesehene Puppenspielerin, sondern auch langjährige Hacksverehrerin und Freundin der Peter Hacks Seite. Umso schöner, wenn man auf gleich zwei Aufführungen Hacksscher Kinderliteratur durch sie hinweisen darf.
‘Inszenierungen von Rosi Lampe’ »
Philipp Oehmke ist eigentlich in der Regel in der Süddeutschen Zeitung zu lesen. Äußert er sich aber zu Ronald M. Schernikau, begibt er sich hierfür zum Spiegel und landet sowohl im Schernikau-Blog als auch bei uns.
‘Warum nicht?’ »
Am 3. März starb Hanfried Müller, evangelischer Theologe, Marxist und Herausgeber der Weißenseer Blätter, einer christlich-sozialistischen Zeitschrift, die von 1982 bis 2006 erschien. Müller pflegte zu Lebzeiten Kontakt mit Peter Hacks und wurde von ihm sehr geschätzt.
Dieter Kraft, unter anderem leitender Redakteur der philosophisch-wissenschaftlichen Zeitschrift Topos, hat nun in der jungen Welt einen von Herzen kommenden Nachruf auf Müller veröffentlicht.
‘Zum Tod von Hanfried Müller’ »
Schön ist, wenn eine an sich unverwandte Veranstaltung etwas Hacks ins Programm nimmt, selbst, wenn das Ergebnis hinterher etwas eigentümlich wirkt.
Das Verlautbarungsportal openpr.de informiert uns über eine Pressemitteilung des Max Doehlemann Jazz Trios, derzufolge am 14. März ab 20 Uhr im Berliner Teehaus Tiergarten ein bunter Abend stattfinden wird.
Jazz mit dem Max Doehlemann Trio mit der Sängerin Lena Tjäder als Gast, Michael Kinkel (Berliner Ensemble) liest Peter Hacks und Robert Walser, und Klavierstücke von Heinz Erhardt
‘Hacks, R. Walser und Heinz Erhardt’ »