Als die Peter Hacks Seite 2005 den Betrieb aufnahm, waren die Hacks-Freunde verstreut und isoliert. Die Peter Hacks Seite berichtete tagesaktuell über alle Aktivitäten rund um den Dichter und dokumentierte damit, wieviel insgesamt geschah und ermutigte viele, sich am Bestehenden zu beteiligen bzw. Neues zu bewirken. Die Hacks-Seite war fünf Jahre lang das zentrale Forum der das Internet benutzenden Hacks-Nachwelt. Indem sie das Hacks-Publikum mit sich selbst beeindruckte, schuf sie es zugleich.
Das Ziel ist erreicht.
Man muss den Leuten Hacks nicht mehr aufschwatzen: Es gibt jetzt ein zunehmend kundiges Hacks-Publikum, es gibt viele aktive Hacks-Institutionen, es gibt Medienaufmerksamkeit, es gibt Wissenschaft. Wir müssen folglich nicht mehr einen Boden schaffen, auf dem man arbeiten kann, diesen Boden gibt es, man muss nun auf ihm stehen und vorangehen.
Der Anspruch, täglich über alle Aktivitäten in der Hacks-Nachwelt zu berichten, ist obsolet geworden. Nicht mehr die Quantität der Aktivitäten zum Dichter ist das zentrale Argument, sondern deren Qualität.
Die Phase der Popularisierung von Hacks ist abgeschlossen.
‘Am Ziel - und darüber hinaus’ »
junge Welt glaubt, die Aufnahme eines von einem Redakteur von junge Welt herausgegebenen Buches mit Texten aus junge Welt beim Publikum dadurch zu fördern, dass junge Welt einen festen freien Mitarbeiter von junge Welt beauftragt, in junge Welt so darüber zu schreiben:
Reinhard Jellen
Ohrfeigen für Idioten
Die Tageszeitung junge Welt kann sich sicher einige Verdienste zuschreiben und eine dieser Leistungen ist die Würdigung des Dichters Peter Hacks. Lange bevor sich auch Teile der bürgerlichen Medien zu einer umfassenderen Beurteilung seines Werks durchringen konnten, welche bislang durch fünf literaturtheoretische Positionen (Brecht-Epigone, in die DDR übergesiedelt, befürwortete die Ausbürgerung Biermanns, nicht in das Lager der Dissidenten übergewechselt, sondern hat im Gegenteil den Sozialismus und die DDR verteidigt) gekennzeichnet war, wurde in der jungen Welt der Stellenwert des letzten großen deutschsprachigen Dichters richtig eingeschätzt und dieser entsprechend geehrt.
Das alles stinkt natürlich ein bisserl nach selbst eingebrachtem Weihrauch, - das tut es aber in der katholischen Kirche auch und es scheint ihr nicht zu schaden. Man darf junge Welt, wenn man dort so weitermacht, also eine große Zukunft vorhersagen; nicht als Organ kritischen Denkens, natürlich, aber doch wenigstens als verschworener Glaubensgemeinschaft.
In den kommenden Tagen wird es hier etwas ruhiger, denn alle Verlags-Mitarbeiter sind auf der Leipziger Buchmesse oder sonst abwesend.
Wenn Sie sozusagen live verfolgen wollen, was geschieht, dann schauen Sie gelegentlich bei Twitter nach, wir werden versuchen, öfter zu berichten.
Sie finden uns in Halle 3 an Stand E200.
Das aktuelle Veranstaltungsprogramm haben wir auf der Verlagsseite eingestellt.
Für Hacks-Freunde: Am Samstag laden wir um 19:30 Uhr zur Peter-Hacks-Soirée und am Sonntag, dem 82. Geburtstag des Dichters, veranstalten wir um 10:30 Uhr eine Diskussionsrunde zum Thema „Peter Hacks und die Frauen“ mit Heidi Urbahn de Jauregui und Felix Bartels.
Kommen Sie vorbei! Wir freuen uns auf ein Treffen mit Ihnen.
Wäre ich Kommunist, ich dächte ganz wie André Müller senior. Ich bin aber Verleger; meine Pflicht ist es nicht, die Revolution zu machen, sondern gute Bücher. Eines der Bücher, die ich am liebsten gemacht hätte, ist soeben erschienen; leider nicht bei mir, worüber ich mich ewig ärgern werde, sondern bei André Müller seniors Hausverlag Eulenspiegel: „Die Partei der Knoblauchfreunde“.
Linke Modeschwätzer durchschaut man am leichtesten mit zwei einfachen Fragen: Wie gut kennen sie Stalin? Was sollen sie taugen, diese Leute, die sich die Welt mit einer Theorie erschließen, aber mit dem konsequentesten Anwender dieser Theorie so ihre höchst subjektiv gestimmten Problemchen haben. - Kennen sie „Die Partei der Knoblauchfreunde“? Sie kennen sie üblicherweise nicht. Was sollen sie dann taugen?
‘Das Leben.’ »