Peter Hacks sagte, Friedrich Ludwig Jahns Sprache klänge wie „ein deutsches Ur-Muhen“, und in „Ascher gegen Jahn“ stellte er fest, dass der Deutschtümler Jahn mit seinem Feldzug gegen Fremdwörter zugleich und vor allem gegen die Sprache selbst vorgehe.
Knut Germar erläutert auf dem Webblog Bonjour Tristesse aus Halle, warum Jahn, der dort studierte, entgegen der landläufigen Meinung weder Sportler noch Demokrat war:
Zum hartnäckigsten Unsinn, der über seine Person verbreitet wird, gehört das Bild von Jahn als einem Vordenker des modernen Wettkampfsportes. Denn dem „Turnwüterich“ (Karl Marx) und der von ihm zu Beginn des 19. Jahrhunderts ins Leben gerufenen Massenbewegung ging es um alles andere, als um die Gründung harmloser Sportvereine und die Etablierung halsbrecherischer Kunststücke als olympische Disziplin. Jahn hatte viel Größeres im Sinn. Seine Begeisterung für Bauchwellen, Barren und Bocksprünge war eingebettet in einen Nationalerziehungsplan, mit dem er „Deutschlands Rettungsstern“ zum Aufgang verhelfen wollte, und den er 1810 in seiner Schrift „Deutsches Volkstum“ darlegte.




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