Monatsarchiv für Oktober, 2010

Monatsübersicht (Oktober 2010)

Unsere Sammlung von Fundstellen und Ereignissen: Peter Hacks im Netz und andernorts. Ohne Gewähr, dafür mit Pepp.

28. Oktober 2010 - Reinhard Wengierek mag einmal den Peter Hacks nicht, das aber sehr gern: »[...] aristokratisch kalten Altstalinisten [...] selbsternannt einziger Lordsiegelbewahrer des Klassischen [...] Hacks machte den kalt und hoch tönenden Einpeitscher [...] Goethe, selbstverständlich von Hacks vertreten [...] Sammlung von Lehrstückchen über ästhetische Kriegsführung [...] Was da für Schlachten geschlagen wurden; freilich immer hinter gut geschlossenen Türen.« Usw. usf.

28. Oktober 2010 - Martin Jürgens mag in KONKRET 11/2010 den Peter Hacks, das aber sehr ungern: »Hacks’ dem Pathos durchaus zugewandtes Formbewußtsein gilt keinem verselbständigten Fetisch namens Staat, Partei oder Ordnung, sondern dem sich in der Welt vergegenständlichenden Menschen [...]« Usw. usf.

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Die Irren haben Ausgang

Nicht nur das FAZ-Feuilleton zählt die Werke der langjährigen Donald-Duck-Bearbeiterin Erika Fuchs mittlerweile zu den wichtigsten der deutschen Nachkriegsliteratur: Sie war für Westdeutschland das, was Peter Hacks für die DDR war.

Hacks verstehen

Ab morgen liefert der VAT Verlag Andre Thiele als dritten Band der »Edition Neue Klassik« das Buch »Leistung und Demokratie« von Felix Bartels aus. Es handelt sich um einen Essay von 190 Seiten Umfang. Sein Gegenstand ist das Werk von Peter Hacks, besser gesagt: Die »Struktur hinter der Struktur« im Werk von Peter Hacks. Hören wir den Autor:

Die Untersuchung ist entstanden im Winter 2008/09, und ich habe sie lange zurückgehalten, weil sie als Teil eines größeren Projektes geplant war, dessen Realisierung sich nunmehr aus Zeit- und Kraftgründen zerschlagen hat. Damals konnte ich noch nicht ahnen, daß ihre Veröffentlichung mit einem medialen Rummel um ein ganz ähnliches Thema zusammenfällt. Ich kann indes versprechen: Bei mir geht es kaum um Biologie (gar nicht um Genetik), und der Leistungsträger, wiewohl er in meinem Buch Verteidigung findet, wird nicht zum alleinigen Inhaber des Rechts gemacht. Vermittlung also statt Spaltung. Ich mußte Thilo Sarrazins letztes Buch nicht kennen, um in der Frage, wie die Gesellschaft mit ihren Leistungsträgern und die Leistungsträger mit ihrer Gesellschaft umgehen, zu einem vernünftigen Standpunkt zu kommen. Es bedurfte weder der Anregung noch der Abstoßung durch äußerliche Skandale, sondern einfach eines möglichst gründlichen und möglichst sinnvollen Umgangs mit dem Stoff, an dem ich dieses Thema durchspiele. Und dieser Stoff ist Peter Hacks.

‘Hacks verstehen’  »

Hacks fällt der Unordnung ins Wort

Die Überschrift ist ein treffendes Motto.  Und von wem ist sie?

Der Dichter, Dramatiker und Kinderkenner Peter Hacks (1928-2003) hat einmal ein schönes, verrücktes, kleines Gedicht geschrieben, das heißt „Die Katze wäscht den Omnibus“ [...] Hacks fällt der Unordnung ins Wort [...] Und dichtet eine neue, andere Unordnung herbei [...]

Das alles in der - wrumm! - Frankfurter Zeitung für Deutschland, geschrieben von Volker Weidermann. Erinnert sich noch wer an dessen »Geschichte der deutschen Literatur« von 2006? Wir haben sie nicht zur Hand, wüssten aber zu gern, was darin über Hacks steht. Uns schwant, es war nicht ganz so freundlich wie die heutige Besprechung.

Hacks im Lauf

Aus - wrumm! - Hamburg Neues, und das geht so: »konkret« hört nicht auf das, was die Peter Hacks Seite sagt und die Peter Hacks Seite hört nicht auf das, was »konkret« sagt, aber irgendwie haben wir uns immer was sagen gehört.  - Letztens hatten wir Gelegenheit, die Peter Hacks Seite in »konkret« erwähnt zu finden, mit einem nebensächlichen Witz, der so endete:

Aber in den Raum stellen wird man es ja wohl noch dürfen!

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Das heißt im Subtext

Einen kleinen, geteerten Zu- und Abfahrtsweg wollten wir wohl gern haben, aber nun hat man uns vor unser kleines, bescheidenes Haus im Grünen des Geistes eine Autobahn hingebaut, die »Hacks-Renaissance« genannt wird, und auf der tagaus, tagein - wrumm! wrumm! - die Hacks-Ereignisse an uns vorbeibrausen. Eben war’s noch die Inszenierung von »Die Sorgen und die Macht« am DT in - wrumm! - Berlin, da wird in - wrumm! - Dresden Uwe Tellkamps Roman »Der Turm« auf die Bretter d. d.  W. b. gebracht - of all the novels - und mit dem »Turm« eben auch Eschloraque, also Hacks bzw. »Hacks«. Und während wir noch sinnen, wie man dieses Ereignis publizistisch auf dieser Seite ansprechend verwerten könnte, da - wrumm! - lesen wir dies:

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Zur Inszenierung von »Die Sorgen und die Macht«

Uns wurde freundlicher Weise gestattet, den folgenden Austausch des Theaterregisseurs Manfred Dietrich mit dem Dramaturgen Claus Caesar zu veröffentlichen. Herr Dietrich hat selbst Hacks inszeniert, Herr Caesar war maßgeblich an der Aufführung von »Die Sorgen und die Macht« am DT in Berlin beteiligt:

Sehr geehrter Herr Caesar,

habe mich sehr über die Aufführung “Sorgen und die Macht ” gefreut.

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