Am 4. September hat »Die Sorgen und die Macht« von Peter Hacks am Deutschen Theater in Berlin in der Regie von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner Premiere. Dass es sich um ein gesellschaftlich-politisches Ereignis handelt, ist schon jetzt klar.
Wir dokumentieren hier alle relevanten Beiträge rund um die Inszenierung, die uns zugänglich sind.
Für eine solide Auseinandersetzung mit »Die Sorgen und die Macht« empfehlen wir das neueste Heft des ARGOS, in dem in vier Essays Stück und Skandal umfassend behandelt werden.
17.9.2010 - Evelyn Finger in DIE ZEIT: »Solche Flüche tun uns gut. Das Deutsche Theater spielt Peter Hacks’ “Die Sorgen und die Macht” als Groteske zur Deutschen Einheit.«
17.9.2010 - Und Gunnar? Wo bleibt Gunnar? Ah, hier: »Peter Hacks, der selbsternannte Klassiker [...], der es derzeit – und nicht nur unter Stalinisten, sondern auch bei FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher – wieder zu hohem Ansehen bringt [...]«
12.9.2010 - Martin Hatzius im Neuen Deutschland: »Hat Hacks nichts geschrieben, was uns Heutige betrifft?«
8.9.2010 - Peter Hans Göpfert in der Freien Presse: »Nach drei Stunden und vierzig Minuten sehnt man sich danach, diese ‘Sorgen der Macht’ ganz schnell wieder loszuwerden.«
8.9.2010 - Tobias Schwartz in der Märkischen Allgemeinen: »Im Raum steht die Frage, ob nicht ein Blick in „die Zukunft von gestern“ angesichts gegenwärtiger Kapitalismuskrisen lohnend sein kann.«
8.9.2010 - Christoph Müller nennt den Abend in der Südwestpresse eine »brillante Inszenierung«.
6.9.2010 - Arnold Schölzel in der jungen Welt: »Das Stück wird – und das ist unter gegenwärtigen Verhältnissen eine kleine Sensation – tatsächlich fast werkgetreu gegeben, dazu auch noch von sichtlich höchst engagierten Mitwirkenden. Lustloses Theatermuseum sieht anders aus.«
6.9.2010 - Dirk Pilz in der Berliner Zeitung: »Kühnel und Kuttner … verstricken sich wissentlich in damalige Hacks- und heutige Wirklichkeitswidersprüche. Es sind Widersprüche hervorragender Güte: zwischen den Verlockungen eines utopischen Morgen und den Zumutungen der Gegenwart. Es sind Widersprüche einer gewesenen und kommenden Geschichte, die nach wie vor nicht zu Ende ist.«
6.9.2010 - Tobi Müller in der Frankfurter Rundschau: »Auch wenn Tom Kühnel mit Kuttner Ko-Regie führt, auch wenn das Bühnenbild mit Goethes Zimmer einen platten, aber lustigen Zugriff auf den Klassizisten Hacks macht: Die schiere Masse dieses Stückes drängt die Kommentare, die Kuttner ja doch mehr am Herzen liegen, gnadenlos zur Wand.«
6.9.2010 - Matthias Dell im Freitag: »Die Inszenierung aber wird derart zur Einführung in Hacks Werk und Person, zum kommentierten Gang in die Theatergeschichte.«
6.9.2010 - Hartmut Krug im Deutschlandfunk: »Die überambitionierte, zähe Inszenierung zerfasert sich in dreieinhalb langen Stunden, sie hat kein Timing, keinen Rhythmus und kein klares Thema. Immerhin erhielt sie viel Solidaritätsapplaus.«
6.9.2010 - Reinhard Wengierek in der Welt weiß ganz genau, daß die DDR ganz anders war als im Stück beschrieben, das heute bestenfalls als »affirmativer Hokuspokus« durchgeht.
6.9.2010 - Christiane Wahl im Tagesspiegel: »Man kann sich am Ende des Abends vielleicht immer noch fragen, ob man „Die Sorgen und die Macht“ unbedingt aus dem Theaterfundus holen muss. Aber wenn man es tut, dann so!«
5.9.2010 - Felix Bartels auf peter-hacks.de: »auch wenn das Vergnügen an diesem Stück hörbar groß war, und wohl niemand ganz unbefriedigt den Saal verließ, wäre doch wünschenswert gewesen, das gewöhnliche Theaterpublikum mehr mitzunehmen.«
4.9.2010 - Esther Slevogt auf nachtkritik.de: »Kühnel und Kuttner wollten nicht nur Hacks aufführen, sondern auch den Skandal, dessen Gift schleichend bis zum Untergang der DDR wirkte, den dieser Abend ebenfalls mitdenkt und -spielt.«
3.9.2010 - tip Berlin: Was interessiert Sie an diesem seltsamen Dichter? Jürgen Kuttner: Genau dieses seltsame.
3.9.2010 - Der Tagesspiegel entdeckt eine parallele Peter-Hacks-Welt: » Je mehr man in die besondere Welt des Peter Hacks einzudringen versucht, desto rätselhafter wird sie.«
3.9.2010 - Jürgen Kuttner und Tom Kühnel im ausführlichen Radiointerview bei www.marionbrasch.de
26.8.2010 - Die Premiere von »Die Sorgen und die Macht« am DT in Berlin wird als ausverkauft gemeldet. Im Feuilleton deutet sich eine intensive Rezeption der Inszenierung an, so im Tagesspiegel und in der Märkischen Allgemeinen (beide sehr zu empfehlen).




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