Unsere Sammlung von Fundstellen und Ereignissen: Peter Hacks im Netz und andernorts. Ohne Gewähr, dafür mit Pepp.
31.7.2010 - Reflektionen auf Generelle: »Die recht häufig behandelte Frage, was er ohne sie gewesen wäre, ist die uninteressantere, weil nach hinten blickende. Die spannende geht so: Was wäre der große Hacks im Kommunismus geworden?«
28.7.2010 - Der Deutschlandfunk brachte heute in seiner Sendung Bücherstube ein Feature von Florian Felix Weyh zu Peter Hacks und zum VAT Verlag André Thiele
28.7.2010 - Huch! Neues Deutschland! Du hier - schon wieder?: »Von Peter Hacks stammt der Vers: “Siehe dein Haus, das für lange erbaute,/ Sieh deinen Acker, in Ehren gepflügt./ Stiller das Leben, das vordem so laute,/ Seit dir von ferne sein Anblick genügt.”« Das Zitat bringt nicht etwa der Redaktionspümpel, sondern H. D. Schütt himself.
27.7.2010 - Spaß mit literaturkritik.de: »Trotz seiner vielfachen Stellungnahmen gegen die Epoche der Romantik folgt Hacks mit seinen Arbeitsgruppen einer genuin romantischen Praxis: der der Symphilosophie.« (Ein Beispiel für Symphilosophie findet sich auch gleich: »Wichtig für eine Vermehrung der Hacks-Leserschaft ist aber ein Besprechung wie „Der Försterballbär“ von Wiglaf Droste, der Hacks überdies auch vertont hat.«)
23.7.2010 - Der ARGOS-Redakteur und Hacks-Forscher Ronald Weber veröffentlicht in junge Welt eine ausführliche Untersuchung zu der in der F.A.Z. am 12. Juni aufgeworfenen Frage nach Hacks’ Pseudonym »Saul O’Hara«: »Richtig ist aber auch, daß Hacks den Erfolg sehr wohl anvisierte, Saul O’Hara also weniger als Fingerübung oder Spaß an dem Verwirrspiel, den Hacks zweifelsohne auch hatte, einzuordnen ist, sondern als strategische Entscheidung; als Versuch, mit Boulevard Geld zu verdienen.«
22.7.2010 - So ist die Postmoderne: Immer mit den ganz großen Fragen beschäftigt, aber zu dämlich, das Impressum zu finden.
21.7.2010 - »Er gibt die 1951 geschriebene Dissertation von Peter Hacks heraus, die sich mit dem Theater des Biedermeier befasst. Peter Schütze selbst hatte sich in seiner Doktorarbeit mit dem 2003 verstorbenen Schriftsteller befasst.«
21.7.2010 - »Übrigens, wenn es einen Dichterolymp gibt, dann lobt der Hacks dort immer noch die DDR, und bekommt dazu sogar die Zustimmung von Goethe und Heine, als deren würdigen Nachfolger man ihn nun auch in der BRD allmählich anerkennt.«
18.7.2010 - Hacks-Kenner Mathias Dell in Der Freitag: »man muss sich nur einmal unter Freunden des Dichters Peter Hacks umhören, wo das so verhasste ‘Regisseurstheater’ als größter Verrat an der Kunst gilt«.
18.7.2010 - In Glanz & Elend ausführlich postmoderne Katzenmusik zur Neuedition von »Die Maßgaben der Kunst«.
17.7.2010 - In einem Gespräch von dem »junge Welt«-Chefredakteur der Arnold Schölzel mit dem Hacks-Verleger Mathias Oehme werden die Thesen des F.A.Z.-Artikels vom 12. Juni zum ersten Mal in gelassenem Ton behandelt: »Stimmt der Eindruck?« - »Ja«
11.7.2010 - »Nur wer das Leben ganz auskostet, verliert seine Seele nicht. Diese antifaustische Dichtung des Goetheverehrers Hacks ist ein schwerer Brocken, weshalb der Dichter ihn in ganz leichte Form gekleidet hat.«
10.7.2010 - Erstaunlich! Zum Schernikau-Geburtstag stellt sich heraus: Nicht alle sind begeistert!
7.7.2010 - Das Internetjournal »Neue Rheinische Zeitung« veröffentlicht einen langen Auszug aus dem sechsten Heft des Hacks-Journals ARGOS.6.7.2010 - Der singende Klatschjournalist Wiglaf Droste erkennt, dass er sich mit bei dem Versuch, etwas eigenständiges zu Peter Hacks zu sagen, geistig übernommen hat und bittet mit der für ihn typischen renitenten Unterwürfigkeit in der Tageszeitung »junge Welt« um Verzeihung, indem er Dietmar Dath als »Breitcordsofa« und André Thiele als »Anwanze« bezeichnet. »junge Welt« ist der Vorgang peinlich, weswegen der Artikel im Netz nicht öffentlich zugänglich ist. [Mittlerweile findet sich der Artikel hier.]
3.7.2010 - »Was hätte Hacks nicht als Impresario von Festspielen und Sommerakademien leisten können!« Jens Bisky bespricht in der »Süddeutschen Zeitung« (Druckausgabe, S. 15) die »Berlinische Dramaturgie« ausführlich und kommt zu dem überraschenden Schluss: »[Hacks] sollte endlich als La Rochefoucauld der artistischen Intelligenz gewürdigt werden.«
2.7.2010 - Das »Neue Deutschland« liefert einen der besten Texte zu Hacks, den wir seit langem in einer Zeitung gefunden haben, ein Interview mit Dietmar Dath.




Nachdem ich heute das brillante Interview von Dietmar Dath im ND gelesen und mit dem Charivari in der gestrigen jW verglichen habe, möchte ich, auf die Gefahr hin, für wankelmütig gehalten zu werden, meine am 26.6. abgegebene virtuelle Abonnementsbestellung für jW doch kündigen und reumütig virtuell zum ND wechseln.
Na, warten wir das mal ab, bis das Gunnarle wieder was schreibt
Dann abonniere ich die UZ.
»Was hätte Hacks nicht als Impresario von Festspielen und Sommerakademien leisten können!«
Oder als Bademeister im Freibad Schwiensee-Nord!
»[Hacks] sollte endlich als La Rochefoucauld der artistischen Intelligenz gewürdigt werden.«
Bzw. als der Tucholsky seiner Tage.
Gute Güte! Da veröffentliche ich am 12. Juni 1 kleines und nicht sehr wichtiges Feuilletönchen zu Hacks inner F.A.Z., und - Schwupps! - erscheinen - wieviele mittlerweile? 7? 8? Artikel, die direkt oder indirekt darauf Bezug nehmen.
Eingebildet könnte man werden.