Ursprung war sein Ziel

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt heute auf S. 41 einen Vorabdruck aus dem neuesten Heft des Hacks-Journals ARGOS. Der in Mainz lehrende Literaturwissenschaftler Gunther Nickel hat 41, zum größten Teil unveröffentlichte Gedichte des frühen Hacks aufgespürt und ediert, von denen die F.A.Z. sich drei ausgesucht hat.

André Thiele hat hierzu einen begleitenden Artikel geschrieben, der zu gewagten Schlüssen kommt:

Die These, die DDR sei conditio sine qua non der Entwicklung von Peter Hacks gewesen, ist damit hinfällig: Die Entwicklung von Hacks’ Denken erweist sich als weitgehend von den äußeren Umständen unabhängige, nach inneren Notwendigkeiten ablaufende, bei Goethe beginnende, aufwärtsführende Schraubenbewegung zu Goethe hin, bei der Brecht und der sozialistische Realismus ein Umweg sind, der am Ende auf höherer Warte zum Ursprung zurückführt. Die Hegelsche Denkweise scheint für Hacks nicht eine angelesene Philosophie gewesen zu sein, sie hat ihn wohl im Innersten ausgemacht.

Der neue ARGOS erscheint am 15. Juni und bringt alle 41 von Gunther Nickel edierten Gedichte des frühen Hacks.

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