Monatsarchiv für April, 2010

Von Gäulen und Einhörnern

Felix Bartels reflektiert in seinem Journal Neuigkeiten vom Parnassos noch einmal gründlich, was es mit dem Einstellen des Tagesbetriebs auf der Peter Hacks Seite und dem Wechsel der Herausgeber beim ARGOS auf sich hat.

Herausgeberwechsel

Mit dem für September angekündigten siebten Band des Hacks-Journals ARGOS wird Prof. Dr. Gunther Nickel die Herausgeberschaft des von der Fachwelt als „Archiv der Forschung zu Peter Hacks“ (ZfGerm 3/2008) anerkannten Periodikums übernehmen.

Gunther Nickel ist Hacks-Freunden sowohl durch Beiträge im ARGOS als auch durch seine Teilnahme an der ersten wissenschaftlichen Peter Hacks Tagung im November 2008 in Berlin bekannt. Er war Mitarbeiter an der Edition von Carl von Ossietzkys „Sämmtlichen Schriften“ im Rowohlt Verlag, hat als Herausgeber von Carl Zuckmayers „Geheimreport“ für Furore gesorgt und zusammen mit dem Dramaturgen Alexander Weigel die „Gesammelten Schriften“ des Theaterkritikers Siegfried Jacobsohn ediert. Er ist als Lektor für den Deutschen Literaturfonds in Darmstadt tätig und lehrt Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.

Der Gründer und bisherige Herausgeber, André Thiele, wird sich in Zukunft auf die verlegerische Betreuung des Journals konzentrieren.

‘Herausgeberwechsel’  »

Am Ziel - und darüber hinaus

Als die Peter Hacks Seite 2005 den Betrieb aufnahm, waren die Hacks-Freunde verstreut und isoliert. Die Peter Hacks Seite berichtete tagesaktuell über alle Aktivitäten rund um den Dichter und dokumentierte damit, wieviel insgesamt geschah und ermutigte viele, sich am Bestehenden zu beteiligen bzw. Neues zu bewirken. Die Hacks-Seite war fünf Jahre lang das zentrale Forum der das Internet benutzenden Hacks-Nachwelt. Indem sie das Hacks-Publikum mit sich selbst beeindruckte, schuf sie es zugleich.

Das Ziel ist erreicht.

Man muss den Leuten Hacks nicht mehr aufschwatzen: Es gibt jetzt ein zunehmend kundiges Hacks-Publikum, es gibt viele aktive Hacks-Institutionen, es gibt Medienaufmerksamkeit, es gibt Wissenschaft. Wir müssen folglich nicht mehr einen Boden schaffen, auf dem man arbeiten kann, diesen Boden gibt es, man muss nun auf ihm stehen und vorangehen.

Der Anspruch, täglich über alle Aktivitäten in der Hacks-Nachwelt zu berichten, ist obsolet geworden. Nicht mehr die Quantität der Aktivitäten zum Dichter ist das zentrale Argument, sondern deren Qualität.

Die Phase der Popularisierung von Hacks ist abgeschlossen.

‘Am Ziel - und darüber hinaus’  »