Vorlesen ist Freiheitsberaubung

Pitte wass? Aber der Aktionsblog Jugendkulturbox meint es gar nicht so:

OK, so schlimm ist es nun auch wieder nicht, aber etwas Wahres ist doch dran, denn beim Vorlesen gestalten wir einen Text und grenzen so den Spielraum für eigene Sichtweisen, Bilder, und Interpretationen ein. Aber gerade Kinder brauchen den Freiraum eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit der Geschichte verbinden zu können. Auch Vorlesen will also gelernt sein.

Wie so manches, Logik zum Beispiel oder Zeichensetzung. Etwas Wahres ist an fast allem und üblicherweise auch an dessen Gegenteil, sogar der Schwachsinn hat meist irgendetwas für sich. Zum Beispiel dieser:

Dieses Phänomen der Fantasieberaubung spiegelt sich besonders in der Spielzeugindustrie wieder. Früher konnten Kinder stundenlang mit einfachen Holzklötzen spielen, heute müssen es blutrünstige Mega-Monster oder pullernde und sprechende Puppen sein. Die Kinder werden ihrer Kindheit beraubt.

Hartz IV hilft hier weiter, denn für pullernde Puppen ist ganz unten kein Geld mehr da, also ist Hartz IV für Kinder = Rückgabe der Kindheit. Frau von der Leyen, aufgepasst! Und weil Eltern auf Hartz IV ihren Kindern durchschnittlich recht wenig vorlesen, wird den kleinen Hungerleidern auch die Fantasie nicht geraubt. Die Agenda 2010, sie lebe hoch! Befreit die Kinder, runter mit den Regelsätzen.  - Und dann bringen die Armuts-Metaphysiker auch noch dieses:

Projekte und Veranstaltungen von ARMES THEATER e.V. vom 01.03. bis zum 07.03.2010

Fr, 05.03. >>Armer Ritter<<
Vorstellung des Theaterstücks von Peter Hacks (Theatergruppe UnArt)

Wenn Vorlesen Freiheitsberaubung ist, ist Theater dann Gulag?

1 Response to “Vorlesen ist Freiheitsberaubung”


  1. Dath 1 Dath

    Ich will entlig ooch meiner Fantasy wegberaubt haben, sonß musch ich mir dis allis davorstellen im Rübe. Au au. Au.

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