Das Volk steht auf! Die ReclaBox beinhaltet nicht etwas, worein man sich die Nase schnäuzt, im Gegenteil, es sind aufgebrachte Bürger darin, denn ReclaBox, das ist die „beliebteste deutsche Verbraucherschutzseite“ - da fragt man sich unwillkürlich, ob es am Verbraucherschutz etwa auch deutsche Seiten gibt, die unbeliebt sind.
Die Sache läuft wie folgt: Jede Klemmtrine, die ernsthaften Menschen, die in Ruhe und Gelassenheit um eine Fahrkarte anstehen, durch nicht enden wollendes Debattieren mit dem armen Menschen am Schalter Stunden um Stunden an Lebenszeit kostet, jeder Zwangsaufreger und Bürgerrechtsaktivist kann bei ReclaBox eine Konto anmelden, dann bekommt er einen Namen, der zumeist in der Form „ReclaBoxler-153667399203394“ gebildet wird, was besonders spaßig ist, wenn „ReclaBoxler-1536673926503334“ einen Satz von „ReclaBoxler-15366739203323“ zitiert und „ReclaBoxler-153667399205436“ erheblichen Bedarf hat, einzubringen, was „ReclaBoxler-15366739126438990“ in diesem Zusammenhang zu „ReclaBoxler-1536673920049958834“ gesagt hat, und kann der Öffentlichkeit vortragen, was bisher nur der Kartenschalterbeamte stumm anhören musste:
Online ungültiges Ticket bei der Bahn gebucht!
Ich habe für meine Frau online eine Fahrkarte gebucht, jedoch mit meiner VISA-Karte bezahlt.
Dabei habe ich leider überlesen, dass ich hätte auch die z. B. Personalausweisnummer meine Frau zusätzlich eingeben müssen. Man wird jedenfalls von diesem Online-Buchungsportal nicht daran gehindert - obwohl die Angaben eigentlich unvollständig sind - auf “buchen” zu gehen. Damit zieht die Bahn wie selbstverständlich das Geld über VISA ein, obwohl sie mir defakto eine ungültige Fahrkarte verkauft hat.
Die Bahn hat sich eben gedacht „Defuck you too, asshole!“. Mir soll’s recht sein. Ehrlich: Diese Leute haben einfach zu viel Geld. Die Pauperisierung der Mittelschicht hat nicht nur Nachteile, zum Beispiel schließt sie viele von denen, die zu dumm zum Fahrkartenkaufen sind, davon aus, wertvolle Rechnerzeit zu verschwenden. Und bei Trotteln wie diesem ist es ohnehin besser, sie und ihre Eheleute bleiben, wo sie sind und reisen nicht unmotiviert durch die Gegend; wenn die nämlich so im ICE herumtappsen, wie sie online Fahrkarten kaufen, geschieht am Ende noch ein richtiges Unglück.
Aufgefallen ist mir die Sache erst, als ich mir das Online-Ticket (selbst ausgedruckt) vor allem die “Hinweise” angesehen habe. Dort steht wörtlich, dass die Fahrkarte nur gültig ist “mit der beim Kauf angegebenen eigenen gültigen Identifizierungskarte”.
Da wurde ich stutzig und rief die Nr. 01805 101111 an. Dort wurde mir glatt gesagt, ich hätte eine üngültige Fahrkarte erworben und könne diese Online für 15,– € Gebühr wieder stornieren, und dann könne ich mir eine neue Onlinefahrkarte kaufen. Eine andere Möglichkeit bestehe angeblich nicht.
Und nun raten Sie mal, was er sagen muss:
Ich muss sagen, das ich darüber sehr empört bin. In der heutigen Zeit kann man eine WEB-Seite, also auch die Onlinebuchungsseite der Bahn, so gestalten, dass es auch für den Gelegenheitsnutzer, so wie ich, der alle drei Jahre mal etwas bucht, ausgeschlossen ist, eine ungültige Dienstleistung zu buchen.
Dass es überhaupt über dieses Portal möglich ist, ungültige Fahrkarten zu buchen, finde ich, ist gelinde gesagt, ein Skandal. Es ist übrigens menschlich, wenn man auf so einer Seite gelegentlich auch mal etwas überliest. Z. B. hätte ein fett in rot gedruckter Hinweis auf die Wichtigkeit der Legitimation per Kreditkarte oder Personalausweis vor dem Drücken auf “buchen” genügt, um mich als Bürger davon abzuhalten, so eine sogenannte “ungültige Fahrkarte” zu buchen.
Ich werde die Sache nicht auf sich beruhen lassen und auf jeden Fall meine Rechtsschutzversicherung. einschalten und die Sache in die Öffentlichkeit tragen.
Ich finde es eine Unverschämtheit, dass so etwas in unserem Rechtsstaat möglich ist. Ich lasse mir als Bürger diese Art und Weise jedenfalls nicht gefallen.
Und für solche Spinner sterben deutsche Soldaten am Hindukusch! - Unter den Gelegenheitsnutzern, denn sie nutzen wirklich jede Gelegenheit, ist einer namens „Die moralische Instanz“, und der ruft seinem Mittrottel fröhlich etwas zu:
von Die moralische Instanz | @ ReclaBoxer-1543224:
Der Staat will deinen Schaden nur,
Er möge säuseln oder toben,
Er bleibt dein Gegner von Natur.
Der Feind steht oben.(von Peter Hacks: “Die drei Gewalten”)
Na, Herr Beschwerdeführer, das passt ja wie die Faust auf’s Auge!
Schluss mit der Hacks-Popularisierung! Schluss Schluss Schluss! Enteignet die Hacks-Aneigner! Zitiert die Hacks-Zitierer, und zwar vors Kriegsgericht! Ich entwickle umgehend eine Software, die internetweit einzusetzen ist und jedem Hinrissigen, der Hacks zitiert, sofort (1) 15.000 € von der VISA-Karte abbucht und ihn (2) aus der Rechtsschutzversicherung rausschmeißt.




Danke für die indirekte Reklame für die ReclaBox. Sie gönnen den kleinen Mann wohl gar nichts. Dass sie so viel Aufheben wegen einer Lappalie machen zeigt mir, dass Sie vermutlich kaum in der Lage sind überhaupt ein Softwareprogramm zu schreiben. Intelligenz könnten Sie aber unter Beweis stellen wenn Sie im Interesse unserer Kinder ein Programm entwickeln das solcher Datenmüll, wie Ihre Einstellung und dazu gehört auch mein Kommentar, spätestens nach einem Jahr auf einem zu schaffenden Friedhof der Bits und Bytes verschwindet. Gruß, RB Uwe Strom. PS. ReclaBoxler-1536673920049958834 - an der Zahlenlänge sieht man Ihre Sachlichkeit, falls Sie doch teilnehmen möchten. Da langt für Sie „Eine Null“ – doch der Name scheint bereits vergeben zu sein.
Jeder Strom gehört in sein Bett.
“Jeder Strom gehört in sein Bett”. Nicht schlecht. Danke, für mich ein neuer Aspekt. Mein Strom ist im Kabel und fließt von Plus nach Minus aber die Elektronen fließen von Minus nach Plus. Bin ich aufgeregt werde ich zum AC current! Auf Deutsch, bin Handwerker und nicht so hochgeistig drauf. Beim Zweitartikel „Robert Havemann. Ein Drama von Ionesco“ aus Zeitgründen dort erst heute Abend reingeschaut und jetzt kann ich mir die (Zusatz) Spritze nicht verkneifen. Ähnlich Reclabox, gleiche Kommentatoren die sich gegenseitig anmachen. Höheres Niveau? Bei RB habe ich dazu den Rat eingestellt: Zu Skype wechseln; dann kann man sich auch noch in die Augen schauen. Danke fürs lesen, melde mich hier ab. Gruß, Uwe
Die FDP hat recht: dem deutschen Mittelstand muss geholfen werden.