Wikipedia sagt, Robert Havemann sei folgendes zugestoßen: Er konspirierte gegen die Nazis, wurde von denen ertappt und zum Tode verurteilt, dann aber setzten sie die Vollstreckung, weil er kriegswichtige Forschung machte, bis zum Kriegsende aus. - Führt man sich diese Situation noch einmal vor Augen, weiß man, woher Ionesco seinen Stoff nahm.
Der Chemiker und Nationalpreisträger der DDR, der 1945 von der Roten Armee aus der Todeszelle im Zuchthaus Brandenburg befreit worden war, wandelte sich 60er Jahren vom ostdeutschen Starwissenschaftler zum Stardissidenten.
Sieg und Ruhm der Roten Armee! - Christoph Meueler amüsiert sich, in grotesker Rechtschreibung und unter Auslassung des einen oder anderen lästigen Beiworts, in junge Welt darüber, dass im Westen nach dem Sieg über den Osten die Dissidenten keine Rolle mehr spielen und vergessen sind. Lieber Herr!, das Prinzip der nützlichen Idioten haben die Ihren erfunden. Im Westen wusste man immer: von Lenin lernen heißt siegen lernen, und hat man etwa von Lenin nicht gelernt? Gründlich und solide hat man von Lenin gelernt. Der Kapitalismus hat den Ihren die Stricke verkauft, an denen die Ihren glaubten, den Kapitalismus aufhängen zu können, und an denen sie dann letztlich vom Kapitalismus aufgehängt wurden.
Oder besser: aufgehängt hätten werden sollen, denn die Vollstreckung wurde ausgesetzt, weil Sie und die Ihren systemwichtige Leistungen erbringen. Mit Ihrer Pseudoradikalität, Ihrem Pop-Denken, Ihrer Knalltüten-Theorie, Ihrer Forderung nach allem, was nicht zu haben ist und Ihrer Unterstützung von jedem, was reale Politik unmöglich macht, kurz: mit Ihrer Roten Romantik sind Sie und die Ihren unentbehrlich. Sie und die Ihren führen den Menschen unseres Landes jeden Tag vor Augen, dass man, wenn man den Linken Macht und Geld gäbe, dabei die selben Ergebnisse herauskämen, als wenn man Vierzehnjährigen Koks, Schnaps und die Schlüssel zu Maseratis gäbe.
Sie und die Ihren haben in Gesamtdeutschland genau die Funktion, die Robert Havemann im Zuchthaus Brandenburg hatte. Und wenn Sie darauf hoffen, dass die Rote Armee Sie da nochmal raushaut, dann haben Sie sich geschnitten. So dumm sind die Russen nämlich auch wieder nicht. Also: schön weiter kriegswichtige Arbeit leisten und hoffen, dass das Ende nicht kommt.
P.S. Meueler zitiert Hacks, aber es ist mir zu doof, nachzuschauen, wo und wie.




Was haben Sie, lieber George C., eigentlich bloß gegen die Iren, gegen die Sie die ganze Zeit wettern? Meiner Meinung nach sind die ein ganz famoses Volk, das sogar die Höflichkeit besaß, die Franzosen zur WM fahren zu lassen.
Georgies Rechtschreibung ist so zuverlässig wie die von Meulchen.
Er meint “Sie und die Irren”.
Man lasse mir die Vierzehnjährigen zufrieden. Die wissen heute alle, was das ist: Koks, Maserati, Schnaps. Die Linken, die sich derart auf die Macht verstehen, wird man mit dem Elektronenrastermikroskop suchen müssen, auf dem Dachboden der Geschichte, unterm vergessenen Bett von Manfred von Ardenne.
Mensch, Herr Dath, wenn Sie nur noch Gedichte schrieben, würden wir Sie alle verstehen!
Schrecklicher Gedanke.
Ich hab vor Schreck meinen Kräutertee verschüttet.
Ich stelle mir das schön vor. Als Robert dann endlich von Walter emeritiert worden war, wird er (vom Emeritus zum Eremitus sozusagen) in seiner Hütte gesessen und mit Vermouth an die Zeit zurückgedacht haben, da er noch als Giftmischer für den Führer tätig war.
Joanne K. Rowling muß ihn vor Augen gehabt haben, als sie Severus Snape erschuf.
Auf der Website der Peter Hacks Gesellschaft gibt es ein Foto von P.H. und seiner Frau am Strand von Hoyerswerda, beide in Badekleidung bzw. was man damals dafuer hielt.
Auf einer zukuenftigen Website der Felix Bartels Gesellschaft wird es dann ein Foto von F.B. geben: der Meister im Lehnsessel, in der Hand einen Band Harry Potter.
Hoyer: ’s wer da?
(Kleiner Drei-Musen-Witz …)