Sozialistisch-Märchenhaftes in Bremen

Mehr und mehr werden die Kleinbühnen in Deutschland zu den zentralen Trägern der Theaterkultur. Kein Wunder, müssen sie doch in der Hauptsache von den verkauften Karten leben und spüren sehr genau, was gutes Theater ist und was nicht.  Da ist wenig Raum für Illusionen. Ein gutes Beispiel ist das Concordia in Bremen.

Man geht Risiken ein und bringt Heiner Müller - und Peter Hacks.

Der Schuhu, ein hochintelligenter Vogelmensch, erlebt auf seinen Reisen durch die Welt viel Furchtbares: angstgesteuertes Duckmäusertum der Untertanen, absurd-menschenverachtende Eitelkeit der Herrschenden, Engstirnigkeit der Gelehrten. Krieg verheert das Land, Not und Leiden allerorten. Kein Mensch kann dem Elend entrinnen, nur der Schuhu als Mensch der Zukunft durchschaut die Ränke der Obrigkeit und überwindet das Übel. Schließlich trifft er die flatterhaft-liebliche fliegende Prinzessin, eine schicksalshafte Begegnung – bis auch sie den süßen Versuchungen des imperialistischen Großkapitalismus erliegt und der Schuhu seine Reise allein fortsetzt. Doch was wäre ein Märchen ohne Happy End?

Premiere ist am 18. März um 19:30 Uhr. Am 12. März findet um 19:30 Uhr eine öffentliche Probe statt. Am 13. März lädt das Theater um 19:30 Uhr zu einer Soirée: Der Regisseur Patrick Schimanski, der Literaturwissenschaftler Thomas Irmer und der Verleger André Thiele werden versuchen, in freier Diskussion zu dem Stück hinzuleiten.

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