Der Nordkurier rührt weiter die Werbetrommel für die Premiere der Inszenierung von „Der Geldgott“ nach Peter Hacks am Samstag in der Blechbüche in Zinnowitz – und Jürgen Kern, der Regisseur, gibt gerne Auskunft:
Mit dem Stück, das Hacks bekanntlich 1991 geschrieben hat, gebe ein Dichter auch seinem Frust Raum, heißt es. Denn nach der „Geldgott“-Uraufführung 1993 in Greifswald war Hacks unterstellt worden, dass er mit dem gesellschaftlichen Umbruch Aufmerksamkeit eingebüßt habe. Hacks, der stolze Dichter, war zum Mauerblümchen degradiert, während alle darauf warteten, dass die Landschaften anfangen zu blühen?
„So eine Überlegung mag damals nachvollziehbar gewesen sein“, meint Kern, mittlerweile aber beobachtet er eine Hacks-Renaissance: Literatur- und Theaterkenner besinnen sich wieder der hintergründigen, geschliffenen Sprache des Autors
Der Regisseur macht keinen Hehl daraus, wie sehr er den Autor schätzt. Reizvoll wäre es auch, dessen Märchen auf die Bühne zu bringen; die Gedichte findet er nachgerade traumhaft – klingt da eine Idee durch, die zum Beispiel im Sommer im Theaterzelt Chapeau Rouge gut aufgehoben wäre? Auf jeden Fall, verspricht Kern, lohnt es sich, Hacks wiederzuentdecken.
Premiere findet am 13. Februar um 19.30 Uhr in der Blechbüchse Zinnowitz statt. Weitere Vorstellungen: am 19. Februar in der Barther Boddenbühne, am 27. Februar im Theater Anklam und am 13. März in Zinnowitz. Kartentelefon: 03971/208925




0 Responses to “Warten, bis die Landschaft blüht”
Leave a Reply
You must login to post a comment.