Wir versammeln hier monatsweise kleinere Meldungen mit Bezug zu Hacks.

21.2.2010 Das Stuttgarter Forum Theater kündigt für den 7.3.2010 um 11:00 Uhr eine Lesung von „Ein Gespräch im Hause Stein“ durch die Schauspielerin Martina Guse an.
18.2.2010 Das äußerst beliebte liberale Blog Zettels Raum erwähnt eine Meldung von André Thiele im Kommentarbereich der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und lobt uns en passant:
Der Autor und Verleger André Thiele war mir bisher von der schönen WebSite zu Peter Hacks bekannt. Jetzt bin ich ihm unversehens in einem ganz anderen Zusammenhang begegnet.
16.2.2010 Deutschlandradio Kultur bespricht „Königin im Dreck“ von Ronald M. Schernikau und zeichnet anhand des Bandes sein Leben nach, indem bekanntlich auch Hacks eine Rolle gespielt hat:
Seine Rede, die er auf dem Schriftstellerkongress der DDR Anfang März 1990 hielt, wollte wie ein Manifest wirken, und in Erinnerung geblieben ist sie auch – sie ist in diesem Nachlass-Sammelband selbstverständlich abgedruckt: „Am 9. November 1989 hat in Deutschland die Konterrevolution gesiegt. Ich glaube nicht, dass man ohne diese Erkenntnis in der Zukunft wird Bücher schreiben können.“
Schernikaus Verehrung für den stalinistischen Ästheten Peter Hacks wird genauso dokumentiert wie seine Vorliebe für den Schlager, für westliche Popkultur-Göttinnen wie Romy Schneider oder seine politischen Fragen: Was macht ein revolutionärer Künstler ohne Revolution? Wie gehe ich mit Größe durch den Schund der Zeit?
9.2.2009 Theaterchefin Rosi Lampe organisiert zusammen mit dem Kurturamt in Markkleeberg am 13. und 14. März ein Puppentheaterfest im Rathaus. Das Festival soll Maßstäbe setzten, schreibt die Leipziger Volkszeitung: keine Aneinanderreihung von Stücken, sondern eine Veranstaltung für die ganze Familie mit Musik und Spiel vor, auf und hinter der Bühne. […] Angefangen von der „Goldenen Gans“ (Samstag ab 11 Uhr) – einem Projekt mit Mittelschülern –, über Lampes „Teufel mit den drei goldenen Haaren“ (Samstag ab 16 Uhr) , Loriots „Siehste – Szenen einer Ehe“ (Samstag ab 20 Uhr), das das Buchholzer Theater Maskotte zeigt, bis zur „Wunderblume oder Kasper im Zauberwald“ am Sonntag ab 11 Uhr präsentiert vom Hallenser Jacob Simon.
Rosi Lampe spielt in ihrem eigenen Theater auch „Maries Baby“, eine Weihnachtsgeschichte nach Peter Hacks.
8.2.2010 Es wird wild getwittert: Der italienische Verlag Isbn Edizioni hat unseren Beitrag über ihre Übersetzung des Bandes 100 Gedichte aus der DDR gelesen und über Twitter versendet. Seitdem gibt es auf der Peter Hacks Seite auffallend häufig Besuch über diesen Link aus Italien. Buon giorno!
1.2.2010 Ein Leserbrief aus dem RotFuchs:
Danke dem RF für seinen Beitrag zum 100. Geburtstag von Jan Koplowitz. Seit 1985 kannte ich ihn – vor allem auch als Vorsitzenden des Kulturbundes in Berlin-Weißensee – persönlich. Ich schätzte ihn sehr. Er war geradlinig und manchem Funktionär sicher unbequem. Aber Jan hätte nicht Jan geheißen, wenn er anders gewesen wäre. Seine Gespräche mit mir, meist zufälliger Natur, waren stets von Nachdenklichkeit geprägt und mit schelmischem Hintergrund. Nach dem Tod seiner Frau Ende der 90er Jahre kam Jan Koplowitz die Lebenslust abhanden. Es ging ihm gesundheitlich zunehmend schlechter. Zuletzt besuchten wir ihn wenige Tage vor seinem Ableben im Krankenhaus. Trotz der ihm verabreichten Psychopharmaka (er hatte einen Selbstmordversuch hinter sich) erkannte uns Jan. Aber es war sehr tragisch. Als ich Peter Hacks davon in Kenntnis setzte, schickte er
mir eine Karte mit der Abbildung der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals, auf die er schrieb: „Nicht traurig sein.“ Ein hilfreicher und aktueller Trost. Gut, dass es den „RotFuchs“ gibt.
Heinz-Joachim Reiß, Berlin




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