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	<title>Kommentare zu: Gespräch mit Alban Nikolai Herbst</title>
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	<description>Die zentrale Seite zu Leben, Werk und Nachwelt des Dichters.</description>
	<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 07:40:18 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Felix Bartels</title>
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		<dc:creator>Felix Bartels</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 21:33:39 +0000</pubDate>
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		<description>Nur, da wir eben weder fließend Wasser noch elektrischen Strom hatten, war gegen 17:00 Uhr ohnehin Schluß mit der Feier. Daher vielleicht meine fehlgeleitete Erinnerung, es habe sich da um Kindergeburtstage gehandelt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nur, da wir eben weder fließend Wasser noch elektrischen Strom hatten, war gegen 17:00 Uhr ohnehin Schluß mit der Feier. Daher vielleicht meine fehlgeleitete Erinnerung, es habe sich da um Kindergeburtstage gehandelt.</p>
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		<title>Von: Micha Normen</title>
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		<dc:creator>Micha Normen</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 09:15:26 +0000</pubDate>
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		<description>Ich durchschaue Sie! Sie sind doch in der Ehemaligen aufgewachsen! Da gab es keine individuellen Geburtstagsfeiern, individuelle Geburtstage waren überhaupt verboten, alle Kinder hatten einheitlich am Tag der Russischen Oktoberrevolution Geburtstag, man hat nur den Geburtstag von Felix Dserschinski gefeiert, und bei dem war Anwesenheit Pflicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich durchschaue Sie! Sie sind doch in der Ehemaligen aufgewachsen! Da gab es keine individuellen Geburtstagsfeiern, individuelle Geburtstage waren überhaupt verboten, alle Kinder hatten einheitlich am Tag der Russischen Oktoberrevolution Geburtstag, man hat nur den Geburtstag von Felix Dserschinski gefeiert, und bei dem war Anwesenheit Pflicht.</p>
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		<title>Von: Felix Bartels</title>
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		<dc:creator>Felix Bartels</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 21:28:05 +0000</pubDate>
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		<description>Falls es Sie beruhigt: Ich konnte mich vor Einladungen zu Kindergebrutstagen kaum retten. Nur hingegangen bin ich eher selten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Falls es Sie beruhigt: Ich konnte mich vor Einladungen zu Kindergebrutstagen kaum retten. Nur hingegangen bin ich eher selten.</p>
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		<title>Von: ATh</title>
		<link>http://www.peter-hacks.de/2010/01/mitteilungen/wortmeldungen/1-gesprach-alban-nikolai-herbst/comment-page-1/#comment-1707</link>
		<dc:creator>ATh</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 17:26:53 +0000</pubDate>
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		<description>Nee, Lovely, Sie verstehen Miss. Wenn überhaupt jemand nie zu Kindergeburtstagen eingeladen war, dann ich; Himmel, ich war ja nichtmal zu meinen eigenen eingeladen. 

Ich erkenne nur meine Leute. 

Aber. Der eine hat nunmal diese Arbeit zu machen, und der andere hat jene Arbeit zu machen. Und nur wenn jeder seine Arbeit macht, wird insgesamt ein Sinn daraus.

Ich frage mich just eben, was ich mich schon an anderer Stelle fragte, nämlich wann Sie mir Ihr erstes Buch vorlegen. Wenn es vorliegt, dann zeige ich Ihnen, was meine Arbeit ist, und dann verstehen Sie es.

Ich habe übrigens im Juni Geburtstag. Würden Sie zu meiner Feier kommen? Wir könnten Phrasenweitwurf spielen, oder Begriffewuchten. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nee, Lovely, Sie verstehen Miss. Wenn überhaupt jemand nie zu Kindergeburtstagen eingeladen war, dann ich; Himmel, ich war ja nichtmal zu meinen eigenen eingeladen. </p>
<p>Ich erkenne nur meine Leute. </p>
<p>Aber. Der eine hat nunmal diese Arbeit zu machen, und der andere hat jene Arbeit zu machen. Und nur wenn jeder seine Arbeit macht, wird insgesamt ein Sinn daraus.</p>
<p>Ich frage mich just eben, was ich mich schon an anderer Stelle fragte, nämlich wann Sie mir Ihr erstes Buch vorlegen. Wenn es vorliegt, dann zeige ich Ihnen, was meine Arbeit ist, und dann verstehen Sie es.</p>
<p>Ich habe übrigens im Juni Geburtstag. Würden Sie zu meiner Feier kommen? Wir könnten Phrasenweitwurf spielen, oder Begriffewuchten.</p>
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	<item>
		<title>Von: InaF</title>
		<link>http://www.peter-hacks.de/2010/01/mitteilungen/wortmeldungen/1-gesprach-alban-nikolai-herbst/comment-page-1/#comment-1706</link>
		<dc:creator>InaF</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 17:15:46 +0000</pubDate>
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		<description>Wieso früher?
Ja, meine Welt ist hartbrotig und trist. Das trostloseste in ihr ist die Freude anderer. Und ich kenne auch niemanden, bei dem sich das anders verhält.
Kann eben nicht jeder so ne Spasskanone sein, wie Sie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wieso früher?<br />
Ja, meine Welt ist hartbrotig und trist. Das trostloseste in ihr ist die Freude anderer. Und ich kenne auch niemanden, bei dem sich das anders verhält.<br />
Kann eben nicht jeder so ne Spasskanone sein, wie Sie.</p>
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	<item>
		<title>Von: ATh</title>
		<link>http://www.peter-hacks.de/2010/01/mitteilungen/wortmeldungen/1-gesprach-alban-nikolai-herbst/comment-page-1/#comment-1705</link>
		<dc:creator>ATh</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 17:01:05 +0000</pubDate>
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		<description>Ich nehme an, dass Sie früher nicht besonders oft zu Kindergeburtstagen eingeladen worden sind, stimmt's?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich nehme an, dass Sie früher nicht besonders oft zu Kindergeburtstagen eingeladen worden sind, stimmt&#8217;s?</p>
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		<title>Von: InaF</title>
		<link>http://www.peter-hacks.de/2010/01/mitteilungen/wortmeldungen/1-gesprach-alban-nikolai-herbst/comment-page-1/#comment-1703</link>
		<dc:creator>InaF</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 11:32:29 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;(...) keiner versteht auch nur im Ansatz, was der andere sagt, der Spaß ist erheblich und hinterher sind alle klüger. (...)&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;

Nunja, so ist das, wenn man sich an Begriffen verhebt, die gar keine Begriffe sind. &lt;i&gt;Die Moderne&lt;/i&gt;, wenn ich das schon höre. Hacks hat mal eine Kategorie versucht, die nannte er, ich referiere jetzt aus dem Gedächtnis, "lebendige Begriffe". Das sollten so Dinge sein, die vielbedeutend aufschimmerten, sich aber jedweder harten Definition entzögen; (harte Definition: Man kann die spezifischen Unterschiede / Merkmale angeben und von ihnen gibt es, wenn überhahupt, nur sehr wenige Ausnahmen.) "Lebendige Begriffe": Man weiss schon so ungefähr, was gemeint sein soll, man hat einen umgangsprachlichen Gebrauch davon. Noch ekelhafter ist das Wort "Bedeutungsfeld"; das sind die chronisch unbestellten Felder, jene Sorte, wo die Ackerschmalwand ins Kraut schiesst.

Ich habe nichts gegen den common sense, nichts auch gegen ein erstes Stochern im Ungewissen, irgendwie muss man ja ran an die Sümpfe und aus ihnen fruchtbare Acker machen. &lt;i&gt;Pfuhl abziehn&lt;/i&gt; hat Goethe das genannt. So ist das nunmal, wenn es für den Menschen fruchtbar ist, wächst ihm nur noch ein einziges Gemüse. Das nennt man Kulturpflanze und ist das ungefähre Gegenteil von Dschungel.

Ich meine, an der Moderne gibt es nix zu klären. Das ist ein ewig trübes Gestade. Wovon man reden kann, das sind z.B. Kunstauffassungen, Kunstideale. Man kann sich eventuell darüber verständigen, ob ein nackter Gedanke überhaupt kunstfähig sei, oder ob er mindestens als Metapher oder sonst ein Tropus gehen muss. M.a.W.: Muss Prometheus vorkommen, oder ginge es fürs Erste auch ohne ihn? Man kann auch versuchen, zu fassen, was das ist: helle und dunkle Kunst. Warum nennt man Hacks einen hellen Dichter, warum würde ANH eher als dunkler gehen?

Das mit der Emanzipation ist übrigens ebenso Kokolores wie das mit der Moderne. Jeder Künstler emanzipiert sich auf eine Weise, wenn er Kunst herstellt. Das ist keine Eigenart, die nur einer bestimmten Sorte von Kunstwerken innewohnt. Es gehört ja zum Kunstwerk, das an ihm nicht nur das Gestaltete, sondern auch der Gestaltungswille seines Schöpfers erkennbar wird; das unterscheidet es von anderen schönen Gegenständen. Dieser geronnene - also durchgesetzte - Wille ist immer auch Emanzipation des Künstlers. 

So simpel. So schnell zu sagen, wenn man ein wenig Sorgfalt im Gedanklichen aufwendet. Kann sein, es ist falsch, aber es ist im Mindesten so gesagt, dass es auch falsifizierbar ist. Das ist Fortschritt, das Falsche so zu tun, das man es falsch nennen kann. Kann auch sein, es ist hässlich gesagt. Es kommen ja nichteinmal Namen und Mythen vor. Selbst in den Metaphern bin ich - vom Agrarischen einmal abgesehen - eher karg; natürlich ist die Frage, ob der Mensch ohne Metaphern überhaupt denken kann. Ich will die Dinge nicht strapazieren. Ich bringe, was ich sage, nur als Beispiel, wie etwas dargetan werden sollte, damit es überhaupt diskutabel ist. 

Man sollte, m.a.W., &lt;i&gt;vorher&lt;/i&gt; klüger sein. Eine Diskussion ist immer eine Störung der vorher mühsam hergestellten Ordnung. Sie ist sozusagen recht eigentlich nur für Leute, die Freude am Aufräumen haben. Hausfrauenarbeit mithin. Was für mich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><i>(&#8230;) keiner versteht auch nur im Ansatz, was der andere sagt, der Spaß ist erheblich und hinterher sind alle klüger. (&#8230;)</i></p></blockquote>
<p>Nunja, so ist das, wenn man sich an Begriffen verhebt, die gar keine Begriffe sind. <i>Die Moderne</i>, wenn ich das schon höre. Hacks hat mal eine Kategorie versucht, die nannte er, ich referiere jetzt aus dem Gedächtnis, &#8220;lebendige Begriffe&#8221;. Das sollten so Dinge sein, die vielbedeutend aufschimmerten, sich aber jedweder harten Definition entzögen; (harte Definition: Man kann die spezifischen Unterschiede / Merkmale angeben und von ihnen gibt es, wenn überhahupt, nur sehr wenige Ausnahmen.) &#8220;Lebendige Begriffe&#8221;: Man weiss schon so ungefähr, was gemeint sein soll, man hat einen umgangsprachlichen Gebrauch davon. Noch ekelhafter ist das Wort &#8220;Bedeutungsfeld&#8221;; das sind die chronisch unbestellten Felder, jene Sorte, wo die Ackerschmalwand ins Kraut schiesst.</p>
<p>Ich habe nichts gegen den common sense, nichts auch gegen ein erstes Stochern im Ungewissen, irgendwie muss man ja ran an die Sümpfe und aus ihnen fruchtbare Acker machen. <i>Pfuhl abziehn</i> hat Goethe das genannt. So ist das nunmal, wenn es für den Menschen fruchtbar ist, wächst ihm nur noch ein einziges Gemüse. Das nennt man Kulturpflanze und ist das ungefähre Gegenteil von Dschungel.</p>
<p>Ich meine, an der Moderne gibt es nix zu klären. Das ist ein ewig trübes Gestade. Wovon man reden kann, das sind z.B. Kunstauffassungen, Kunstideale. Man kann sich eventuell darüber verständigen, ob ein nackter Gedanke überhaupt kunstfähig sei, oder ob er mindestens als Metapher oder sonst ein Tropus gehen muss. M.a.W.: Muss Prometheus vorkommen, oder ginge es fürs Erste auch ohne ihn? Man kann auch versuchen, zu fassen, was das ist: helle und dunkle Kunst. Warum nennt man Hacks einen hellen Dichter, warum würde ANH eher als dunkler gehen?</p>
<p>Das mit der Emanzipation ist übrigens ebenso Kokolores wie das mit der Moderne. Jeder Künstler emanzipiert sich auf eine Weise, wenn er Kunst herstellt. Das ist keine Eigenart, die nur einer bestimmten Sorte von Kunstwerken innewohnt. Es gehört ja zum Kunstwerk, das an ihm nicht nur das Gestaltete, sondern auch der Gestaltungswille seines Schöpfers erkennbar wird; das unterscheidet es von anderen schönen Gegenständen. Dieser geronnene - also durchgesetzte - Wille ist immer auch Emanzipation des Künstlers. </p>
<p>So simpel. So schnell zu sagen, wenn man ein wenig Sorgfalt im Gedanklichen aufwendet. Kann sein, es ist falsch, aber es ist im Mindesten so gesagt, dass es auch falsifizierbar ist. Das ist Fortschritt, das Falsche so zu tun, das man es falsch nennen kann. Kann auch sein, es ist hässlich gesagt. Es kommen ja nichteinmal Namen und Mythen vor. Selbst in den Metaphern bin ich - vom Agrarischen einmal abgesehen - eher karg; natürlich ist die Frage, ob der Mensch ohne Metaphern überhaupt denken kann. Ich will die Dinge nicht strapazieren. Ich bringe, was ich sage, nur als Beispiel, wie etwas dargetan werden sollte, damit es überhaupt diskutabel ist. </p>
<p>Man sollte, m.a.W., <i>vorher</i> klüger sein. Eine Diskussion ist immer eine Störung der vorher mühsam hergestellten Ordnung. Sie ist sozusagen recht eigentlich nur für Leute, die Freude am Aufräumen haben. Hausfrauenarbeit mithin. Was für mich.</p>
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