Thomas Kuczynski gratuliert Georg Fülberth mit einem Artikel in der „jungen Welt” zum 70. Geburtstag, und wie es sich für die Zeitung gehört – erwähnt er, dass der Politikwissenschaftler Fülberth linksradikal sei, wovon es bekanntlich nicht mehr viele gibt.
Aufsehen erregte Fülberth mit dem Buch G Strich. Kleine Geschichte des Kapitalismus. Darin schreibt er:
„Wie lange es noch den Kapitalismus geben wird, wissen wir nicht. Nehmen wir einmal – ohne jede Begründung – an, er sei nicht mehr oder weniger dauerhaft als der Feudalismus. Dann hätte er noch fünfhundert Jahre vor sich“
Peter Hacks nannte ihn wegen solcher Prognosen „Georg Nostradamus”. Der Journalist Dietmar Dath berichtet in einer Rezension zu „G Strich” über einen kleinen Seitenhieb gegen Kommunisten, „die ihm angesichts der Langlebigkeit, die er dem Bösen zutraut, Defätismus vorwerfen“, woraufhin Fülberth gelassen angemerkt habe: „Im Vergleich zur Vergangenheit und etwaigen Zukunft menschlicher Gesellschaften ist dies eine eher kurze Frist.“ – „Darauf einen 1789er“, endet Dath. Thomas Kuczynski wünscht Georg Fülberth noch mindestens dreißig Jahre zu leben.




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