Wir versammeln hier monatsweise chronologisch kleinere Meldungen mit Bezug zu Hacks.
2.7.2009, Einen Eintrag zu Peter Hacks gibt es jetzt auch im russischen Wikipedia-Lexikon.
9.7.2009, Der „Neffe von Ulla“ fletscht auf seiner Seite Lyzis’ Welt wie ein blindwütiger Kampfhund die Zähne und zitiert dabei Hacks: Wieso nennt dieser antikommunistische Linke die Kommunisten antikommunistische Linke? Das finde ich frech. (Peter Hacks, Verehrter Kollege, Berlin 2006, S. 291). Hacks’ Sätze richten sich gegen den Publizisten Karl Held, einem Vordenker der Marxistischen Gruppe.
Zum Zusammenhang: Der Blogger Ofenschlot veröffentlichte auf seiner Seite einen Briefwechsel von Peter Hacks mit dem Schriftsteller Dieter Noll. Der hatte ihm eine Ausgabe der Marxistischen Streit- und Zeitschrift (MSZ) weitergereicht – eine Publikation der Marxistischen Gruppe, und Hacks antwortet daraufhin. Der „Neffe von Ulla“ beschimpft nun „Ofenschlot“, dass er diese Stelle aus dem Brief mit dem Urteil über Held nicht zitiert hat.
11.7.2009, Das Wiesbadener Tagblatt porträtiert Bruno M. Brogsitter, der das kulturelle Leben im Rheingau in den letzten Jahren entschieden bereichert hat. Brogsitter leitet seit 1987 die Burghofspiele Eltville. Alleine im vergangenen Jahr sahen 17 000 Besucher das Programm – Konzerte, Lesungen und eigene Schauspiel-Produktionen.
Brogsitter blickt auf viele Sternstunden und auf viele Erfahrungen zurück: Man bekomme nur einen Ruf als Festspielort mit einer Eigenproduktion, weiß er. Die erste war 1991 „Amphitryon“ von Hacks – in diesem Jahr gibt es „Amphitryon“ nach Kleist. Premiere ist am 1. August.
21.7.2009, Deutschlandradio Kultur spricht mit dem Lyriker Marcus Roloff, der Stadtschreiber auf Schloss Wiepersdorf ist. Die früheren Besitzer des Gutes in Brandenburg waren von Bettina und Achim von Arnim. Der Interviewer Florian Meyer fragt allerdings nach der jüngeren Vergangenheit: Es wurde schon ganz kurz nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 entschieden, Schloss Wiepersdorf zu einem Dichterheim zu machen. Wir haben vorhin schon gehört, Sarah Kirsch und Peter Hacks waren dort in DDR-Zeiten, Anna Seghers und Arnold Zweig auch. Prägt die DDR-Geschichte denn diesen Ort noch?
Roloff: Na klar schwingt das immer mit, und ich hab mir auch sofort aus der Bibliothek Sarah Kirschs Band „Rückenwind“ ausgeborgt, genauso wie Thomas Rosenlöchers Gedichtband „Am Wegrand steht Apollo“. Man ist also sofort konfrontiert auch mit Texten, unabhängig von den Arnims, und insofern ist dieses Romantische natürlich auch verquickt mit all dem, was es noch gibt, und da muss man sich erst mal zurechtfinden.
31.7.2009, Kurz vor den Sommerferien: Eine Schulklasse bringt die Hacks-Erzählung „Bär auf dem Försterball“ in Lörrach auf die Bühne, berichtet die Badische Zeitung.




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