Kurt Gossweiler: Subskriptionsaufruf

Peter Hacks schätzte ihn sehr: Den kommunistischen Historiker Kurt Gossweiler. Als Faschismusforscher hat er sich einen ehernen Namen gemacht, als Revisionismusforscher wäre er gern mindestens ebenso bekannt.

Die kommunistische Tageszeitung junge Welt gibt bekannt, dass eines von Gossweilers Hauptwerken, dasjenige zur Geschichte des sog. Röhm-Putsches, neu aufgelegt werden soll  - wenn, ja: wenn!, sich 350 Subskribenten finden.

In Zeiten, in denen das Aufrufen noch geholfen hat, hätten wir aufgerufen zu subskribieren: Denn selbst wenn, ja: wenn!, man mit Gossweilers Denken und Methode nicht übereinstimmt: Gossweiler setzt die Ebene, auf der hiergegen argumentiert werden muss. Heute aber, wo die Aufrufe verhallen, können wir nur bitten, sich vom Krisengeschwätz das Klügerwerden nicht ausreden zu lassen und Gossweiler zu subskribieren.

Dies aber sei doch gesagt: Nenne sich keiner Antifaschist, der dieses Buch nicht im Schrank hat.

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