Wen das Abtreten der großen Reimkünstler Peter Hacks, Robert Gernhardt und Peter Rühmkorf betrübe, der “darf den Trauerflor getrost zurück zu den Motten hängen. Makowskis neues Buch ist da”, schreibt die Mitteldeutsche Zeitung euphorisch. Hacks-Freunden ist der Besprochene bereits als ARGOS-Autor bekannt.
Die fast 200 Gedichte handeln von der Lust und der Last, in einer Menschheit zu leben, die zwar immer besser wird, aber noch lange nicht gut ist. Eine der Gaben dieser Gedichte besteht darin, auf kleinstem Raum Geschichte und persönliches Erleben auf schönste Weise in Beziehung zu setzen.
Der Band trägt den Titel “Stille Gesellschaft”, was durchaus doppeldeutig gemeint sei, erklärt der Rezensent Ralf Meyer: Einerseits mache Werner Makowski inmitten einer lauten Gesellschaft eine hohle Stille der Bedeutungslosigkeit aus; andererseits nehme er sie als still teilnehmend wahr. Der Dichter liebe keine Versteckspiele, er verwende keine Mühe darauf, den Leser in einen Nebel zu schicken, heißt es. Da verwundert es nicht weiter, dass Makowski sich zur Poetik Peter Hacks’ bekennt.




0 Responses to “Klassische Orientierung”
Leave a Reply
You must login to post a comment.