Der Historiker Fritz Stern war ein Zeitgenosse von Peter Hacks, zwei Jahre älter als der Dichter und auch in Breslau geboren. Beide kannten sich seit ihrer Kindheit. Die Familie Stern verließ jedoch wegen ihrer jüdischen Herkunft 1938 Deutschland und emigrierte in die USA.
Seinen Wurzeln blieb Fritz Stern jedoch verbunden: Er befasste sich immer wieder mit der kulturellen und politischen Geschichte Deutschlands. Bekannt wurde er mit seiner Promotion zum Thema “Kulturpessimismus als politische Gefahr” und einer Doppelbiographie über Bismarck und dessen jüdischen Bankier Gerson Bleichröder. Unter dem Titel “Gold und Eisen” wurde die Arbeit ein Standardwerk über die Lage der Juden in Deutschland vor dem Weltkrieg.
Darüber hinaus nahm Fritz Stern Einfluss auf die Politik. Als erster ausländischer Staatsbürger hielt er 1987 im Deutschen Bundestag die Festrede zum 17. Juni, wobei er alle Erwartungen auf eine Wiedervereinigungs-Rhetorik unterlief: Der Arbeiteraufstand 1953 habe allein die bürgerlichen Freiheitsrechte zum Ziel gehabt, befand er.
Fritz Stern traf auch Peter Hacks noch einmal wieder. Das war 1954 in einem Nachtgespräch, wie der Historiker in seinen Memoiren verrät. Er habe den Dichter “angefleht”, nicht aus Westdeutschland in die DDR zu gehen: “Eine Diktatur sollte Dir reichen!”




hab nur die rezensio gelesen, heutiges ähnliches vom pessimistischen kulturgered und -geariere z.b. “infantil schröckl.”
Fortwährend evilgifts und -gebäre, wobei’s mir bei schüffels roter kainsnas blümerant zumulme wird.