Eine Blume für die Kunst

Der Maler Albert Ebert fertigte 1973 zur Hacks-Komödie “Adam und Eva” eine Serie mit kolorierten Lithografien und hat sich damit für die Freunde des Dichters unsterblich gemacht.

Das Licht der Welt erblickte Ebert am 26. April 1906 - wenig privilegiert als Bauarbeitersohn. Nach dem Schulbesuch ging er selbst als Maurer in die Lehre, beendete sie allerdings nicht und schlug sich fortan mit Gelegenheitsjobs durch. In seinem Erinnerungsblättchen “Margeritenblümchen” teilt er mit, wie er zur Malerei kam: nämlich im ostpreußischen Schützengraben während eines der letzten Gefechte des Krieges, der ihm “unbegreiflich” war. Ebert erblickte eine Margerite, die ihm ein Sinnbild für den Frieden werden sollte. Und er beschloss:

“Wenn du nach Hause kommen solltest, lernst du zu malen und zwar all das Schöne und Friedliche, die Blumensträuße, die kleinen Kinder mit den Rosenkränzchen, und alle sollen sich daran freuen.”

So ward es. Albert Ebert studierte an der Kunsthochschule in Halle, verdiente seinen Lebensunterhalt als Heizer und Bauarbeiter, bevor er die letzten 20 Jahre seines Lebens als freischaffender Künstler lebte. Eine Blume in Ostpreußen war für Ebert ein Wendepunkt im Leben.

1 Response to “Eine Blume für die Kunst”


  1. Petermännchen 1 Petermännchen

    Am Rande: Die aktuelle Auktion http://www.ostdeutsche-kunstauktionen.de hat die “Adam und Eva”-Vorzugsausgabe (Leder mit Originalgraphik, von Hacks und Ebert signiert) sowie zwei Ebert-Originale zu Hacksens “Polly” im Programm. Leider wird’s bei den derzeit im Katalog genannten moderaten Ausrufpreisen wohl nicht bleiben … (http://www.ostdeutsche-kunstauktionen.de/auktion/versteigerung.html)

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